Regulierung

Verwendung von Ortsrufnummer kann irreführend sein

Verwendet ein Unternehmen Ortsrufnummern, ist aber gar nicht vor Ort ansässig, kann das irreführende Werbung sein. Die Bundesnetzagentur hat jetzt die Sperrung von 300 Rufnummern veranlasst.

Hotline© Gajus / Fotolia.com

Bonn / Köln – Unternehmen dürfen nicht mit angeblicher Ortsnähe werben, wenn sie tatsächlich gar keinen Standort in der Stadt betreiben. Die Bundesnetzagentur hat deshalb die Abschaltung von 300 Telefonnummern angeordnet, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Ein Unternehmen für Rohr- und Kanalreinigungsarbeiten hatte die Nummern mit verschiedenen Ortsvorwahlen in Werbeanzeigen angegeben und so suggeriert, in den jeweiligen Orten ansässig zu sein. Tatsächlich wurden die Anrufe aber zur Zentrale weitergeleitet.

Ortsrufnummer deutet auf Standort hin

"Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass eine Rufnummer im eigenen Vorwahlbereich zu einem am Ort ansässigen Unternehmen führt", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Das Unternehmen habe nicht darauf hingewiesen, dass die Anrufe weitergeschaltet wurden. Das sei irreführende Werbung. Das Verwaltungsgericht Köln hat die Anordnung laut Bundesnetzagentur in einem Eilverfahren bestätigt.

Weitere Unternehmen werden geprüft

"Wir überprüfen weitere Unternehmen, die in vergleichbarer Weise eine Ortsansässigkeit vortäuschen", erklärte Homann. Welche Unternehmen gemeint sind, wollte ein Sprecher nicht sagen. Beschwerden über ähnliche Praktiken gibt es immer wieder auch bei Schlüsseldiensten.

Quelle: DPA

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