Massive Beeinträchtigung

Verwaltungsgericht untersagt Windradbau

Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hat das Verwaltungsgericht Koblenz den Bau eines Windkraftrads in der Verbandsgemeinde Baumholder (Kreis Birkenfeld) wegen der Beeinträchtigung eines nahe gelegenen Hofes untersagt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Koblenz (ddp-rps/sm) - Von der Anlage könne aufgrund der Drehbewegungen ihrer Rotoren auf das 300 Meter entfernte Gebäude "eine optisch bedrängende und deswegen rücksichtslose Wirkung" ausgehen, urteilte das Verwaltungsgericht Koblenz in einem am Montag veröffentlichten Spruch.

Daher habe die Verbandsgemeinde Baumholder die von einem Windenergie-Unternehmen beantragte Baugenehmigung zurecht verweigert. Die Firma hatte gegen die Entscheidung der Gemeinde geklagt. Erstmals beantragt worden war der Bau im Jahr 1999.

In dem vorliegenden Fall sollte das 85 Meter hohe Windrad laut Gericht auf einer Anhöhe aufgestellt werden, die hinter dem Hof mit einem starken Anstieg beginnt. Aufgrund dieser topographischen Verhältnisse trete die Anlage "massiv" in Erscheinung. Zudem stünde sie im Sichtfeld eines Balkons und einer Terrasse, die als Ruhezone dienten. Die Richter verwiesen auch darauf, dass sich bereits andere Windräder im sichtbaren Umfeld des Hofes befänden.

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