Rückblick

Versorger greifen seltener zu Stromsperren

Stromsperren werden von den Energieversorgern immer seltener vorgenommen. Im vergangenen Jahr waren es rund 20.000 Sperren weniger als 2014. Dass Haushalten der Strom abgestellt wird, liegt nicht immer an einem geringen Einkommen.

GlühbirneStromsperren dürfen erst vorgenommen werden, wenn betreffender Kunde mindestens 100 Euro im Zahlungsrückstand liegt.© chones / Fotolia.com

Hannover - Versorger drehen ihren Kunden immer seltener den Strom ab. Wie aus dem Monitoring-Bericht des Bundeskartellamtes hervorgeht, gab es im vergangenen Jahr insgesamt 331.272 Sperrungen - rund 20.000 weniger als 2014. Angedroht wurde eine Sperrung deutlich öfter, nämlich rund 6,29 Millionen Mal. Eine Sperre darf erst angedroht werden, wenn Verbraucher mit ihren Zahlungen mindestens 100 Euro im Rückstand liegen.

Ursachen für Stromsperren

"Stromsperren sind nicht ausschließlich ein Problem zu geringen Einkommens", heißt es in einem vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Gutachten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Bei den Betroffenen kommen demnach oft andere Dinge dazu wie psychologische Aspekte oder plötzliche Veränderungen des Lebensumfeldes - beispielsweise durch Krankheit, die Geburt eines Kindes oder Arbeitslosigkeit.

Quelle: DPA

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