Kern- und Solarenergie

Versachlichung: DPG-Studie für breiten Energiemix

Die friedliche Nutzung der Kernenergie ist für die Klimavorsorge unverzichtbar. Dieser Meinung ist jedenfalls die Kerntechnische Gesellschaft (KTG), die heute in Berlin die Studie "Klimaschutz und Energieversorgung in Deutschland 1990 - 2020" der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG) vorstellte.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Der nationale Ausstieg aus der Kernenergie hätte mit Blick auf die in Deutschland entstehenden Kohlendioxid-Emissionen etwa den gleichen Effekt wie eine Verdopplung des Straßenverkehrs", erläuterte Dr. Ralf Güldner, KTG-Vorsitzender. Laut Studie wäre die Absenkung der Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland im Jahr 2020 in einem Energiemix mit Kernenergie um 35 Prozent größer als in einem Energiemix ohne Kernenergie.

"Die DPG-Studie verdeutlicht, worauf auch internationale Klimaschützer wie der Greenpeace-Mitbegründer Patrick Moore zunehmend hinweisen: Angesichts des weltweit steigenden Energieverbrauchs kommt der wettbewerbsfähigen Kernenergie eine entscheidende Rolle bei der effizienten Reduzierung der Emissionen zu", führte Güldner aus.

Darüber hinaus trage die DPG-Studie mit ihrem Votum für einen möglichst breiten Energiemix zu einer Versachlichung der energiepolitischen Debatte bei. "Die Tatsache, dass die DPG sowohl die Kernenergie als auch die Solarthermie als zentrale zukunftsfähige Technologien zur Reduzierung der Emissionen identifiziert, zeigt, dass es in Zeiten großer klimapolitischer Herausforderungen nur um das optimale Miteinander aller zur Verfügung stehenden Energieträger gehen kann", so der KTG-Vorsitzende abschließend.

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  • Die vollständige DPG-Studie - hier klicken
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