Energieverbraucher

Verpasster Wechsel: Dummheitsrendite beträgt 1,8 Milliarden Euro

Trotz der Ankündigung des VKU, alle Kunden über günstige Stromtarife informieren zu wollen, hält der Bund der Energieverbraucher an seinem Vorwurf der mangelnden Transparenz von Strompreisen fest. Immerhin betrage die "Dummheitsrendite" 1,8 Milliarden Euro, die Versorger würden daran gut verdienen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Rheinbreitenbach (Bund der Energieverbraucher/sm) - Der Bund der Energieverbraucher hat die Absicht des Verbands kommunalen Unternehmen (VKU) begrüßt, alle Haushaltskunden offensiv über die Strompreisangebote zu informieren. Da etwa 70 Prozent aller Haushaltskunden nicht nach dem für sie günstigsten Tarif abgerechnet würden, sollte insbesondere diese Mehrheit mit den günstigeren Angeboten ihres Versorgers vertraut gemacht werden.

Auch die Abrechnung zum günstmöglichen Tarif, die der Pressesprecher des Verbands kommunaler Unternehmen Wolfgang Prangenberg als Ziel nannte, wäre überaus verbraucherfreundlich und erstrebenswert. "Leider ist die Wirklichkeit davon noch weit entfernt", bemängelt der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters. "Stromversorger verdienen sehr gut daran, dass nicht alle Haushalte nach dem günstigsten Tarif versorgt werden. Diese Dummheitsrendite beträgt etwa 1,8 Milliarden Euro jährlich."

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