Studie

Vermeidung einer Tonne CO2 kostet etwa 43 Euro

Die Vermeidung einer Tonne CO2 kostet den Staat ungefähr 43 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt das Öko-Institut in einer Studie über die Effekte des Austauschs ineffektiver Kühl- oder Gefriergeräte durch solche der höchsten Energie-Effizienzklasse A++.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Frankfurt/Main (red) - Die Berechnungen der Freiburger Wissenschaftler ergeben, dass der gesellschaftliche Nutzen eines öffentlichen Zuschusses von 150 Euro pro hocheffizientem Gerät fünfmal so hoch ist wie die aufzuwendenden Kosten. Bei einem auf zwei Jahre angelegten Programm belaufen sich nach Angaben des Öko-Instituts die Kosten auf 127,7 Millionen Euro, der gesellschaftliche Gesamtnutzen hingegen auf 628 Millionen Euro. Diese konkreten Zahlen liefert erstmals die vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) in Auftrag gegebene Studie.

Hintergrund: Etwa 29 Millionen Kältegeräte in deutschen Haushalten sind zehn Jahre alt oder älter. Nach dem heutigen Stand der Technik sind diese nicht mehr energieeffizient. Weil sie aber noch funktionstüchtig sind, zögern die Verbraucher, diese Geräte auszutauschen. Ein Zuschuss von 150 Euro pro A++ Gerät würde die Entscheidung für die besten am Markt verfügbaren Geräte erheblich erleichtern und den Stromverbrauch durch Abschaffung der technisch überholten Stromfresser deutlich senken.

Die ZVEI-Initiative "Energie-Effizienz ist unsere Sache!" wurde im Jahr 2006 gestartet. Ziel ist es, mit dem verstärkten Einsatz von High-Tech einen Beitrag zur Energieeinsparung und damit zum Klimaschutz zu leisten. Allein in den Bereichen Kühl- und Gefriergeräte, elektrische Antriebe sowie im Beleuchtungssektor könne ein Einsparpotenzial von über 40 Milliarden kWh elektrischer Energie pro Jahr erreicht werden. Mit dem ZVEI-Impulsprogramm "Energie-Effizienz" will die Elektroindustrie für einen schnelleren Einsatz dieser Geräte - und natürlich für höhere Verkaufszahlen - sorgen.

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