Start bereits verschoben

Verlegung des Landstrom-Anschlusses für Helgoland soll beginnen

Experten wollen in der Nacht zu Samstag mit der Verlegung eines Stromkabels vom Festland zu Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland beginnen. Das Spezialschiff soll gegen Mitternacht mit den Arbeiten am Strand des Nordseebades St. Peter-Ording starten, wie E.ON-Pressesprecher Volker Mielisch auf ddp-Anfrage sagte.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

St. Peter-Ording (ddp/red) - Für die Verlegearbeiten dürfe die Wellenhöhe "nicht deutlich mehr als zwei Meter betragen". Deshalb könne nicht wie ursprünglich vorgesehen bereits am Freitagmittag mit den Arbeiten begonnen werden.

Ein erster für Montag geplanter Startbeginn scheiterte bereits wetterbedingt. Das Spezialschiff, die sogenannte Barge, liege derzeit noch vor Helgoland, sagte Mielisch. Von dort aus solle das Schiff in der Nacht in Richtung Festland aufbrechen.

Von St. Peter-Ording soll ein 53 Kilometer langes Seekabel quer durch die Nordsee auf dem Meeresboden bis zur Düne nach Helgoland verlegt werden. "Die Arbeiten werden voraussichtlich drei bis vier Wochen dauern", sagte Mielisch. Bei optimalen Bedingungen auf See könnten pro Tag rund 4000 Meter Kabel verlegt werden.

Nach Abschluss der Arbeiten werden die rund 1400 Insulaner Landstrom beziehen. Die Kosten betragen den Angaben zufolge rund 20 Millionen Euro. Bisher erzeugen sie ihre Energie mit Dieselaggregaten, deren störungsfreier Betrieb langfristig nicht mehr sichergestellt ist. Helgoland gehört zum schleswig-holsteinischen Kreis Pinneberg.

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