Verlagsgruppe Bauer mit neuer Verbraucher-Untersuchung zum Thema "Liberalisierter Strommarkt"

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Seit der Liberalisierung des europäischen Strommarktes können Stromabnehmer selbst bestimmen, von welchem Anbieter der Strom bezogen werden soll. Diese Veränderungen des Wettbewerbs sorgten für eine dynamische Entwicklung auf dem Werbemarkt: Laut Nielsen-Werbeforschung S+P stiegen die Brutto-Werbeinvestitionen im Strombereich von 81,1 Millionen DM im Jahr 1998 auf 334,3 Millionen DM im Jahr 1999. Nach Brancheneinschätzungen haben bisher erst drei Prozent der privaten Haushalte zu einem anderen Stromanbieter gewechselt. Auf Grund dieser Entwicklungen hat die Verlagsgruppe Bauer im Januar und Februar 2000 in verschiedenen Großstädten eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Fünf Gruppendiskussionen zeigten, inwieweit sich die Einstellung der Verbraucher nach der Liberalisierung des Strommarktes verändert hat. Hermann Eckert, Manager Neue Geschäftsfelder der Heinrich Bauer Anzeigen und Marketing KG: "Wir haben bei unserer Studie eine qualitative Forschungsmethode verfolgt, um verstärkt auf die emotionalen Hintergründe und Wechselmotive der Verbraucher eingehen zu können." Die Untersuchung zeigt die Relevanz von Strom für die Verbraucher und die rationalen und emotionalen Effekte der Marktliberalisierung. Darüber hinaus diskutierten die Befragten über die Versorgung durch ihren jeweils aktuellen Stromanbieter und die Wahrnehmung neuer Wettbewerber sowie Motive und Barrieren, den Anbieter zu wechseln.


Die Ergebnisse belegen: Strom wird von den Verbrauchern als elementarer Energieträger und Teil der Lebensqualität verstanden. Erst die starke Medienpräsenz im Rahmen der Liberalisierung sensibilisierte die Befragten für eine weiterführende Auseinandersetzung mit dem Thema Strom. Während der Verbraucher im Alt-Anbieter einen erfahrenen und kompetenten Partner sieht, haben es neue Wettbewerber schwerer, glaubwürdig zu wirken. Als rationales Argument für einen Wechsel wird ausschließlich der günstigere Preis genannt, wobei die emotionale Bindung an den aktuellen Stromlieferanten sowie die gegenwärtig starke Verunsicherung des Kunden einem Wechsel entgegen stehen kann. Hierzu Hermann Eckert: "Die Hauptaufgabe der neuen Anbieter besteht darin, umfassendes Vertrauen - auch mit Hilfe von Medien - aufzubauen und Stromkompetenz nachzuweisen."

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