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Vergleich: Ökostrom ist zum Teil günstiger als andere Tarife

Der Bezug von Ökostrom ist für private Haushalte eine Möglichkeit, die Energiewende zu unterstützen. Dennoch haben sich bisher vergleichsweise wenige für einen Ökostromtarif entschieden. Dabei lässt sich mit der klimafreundlichen Variante auch noch Geld sparen.

SparschweinÖkostrom ist mittlerweile nicht mehr teurer als der Strom, der in konventionellen Kraftwerken produziert wird.© by-studio / Fotolia.com

Erlenbach - Strom aus erneuerbaren Energiequellen hat in Deutschland inzwischen einen Anteil von über 32 Prozent an der produzierten Strommenge. Doch der Teil der Stromkunden mit einem Ökostromtarif ist vergleichsweise gering, so die DEG Deutsche Energie GmbH. Rund 8,5 Millionen Menschen bezogen demnach im Jahr 2015 Ökostrom, über 60 Millionen dagegen nicht. Mit rund 12,3 Prozent sei der Anteil der Menschen, die Ökostrom beziehen, damit relativ gering.

Ökostrom muss nicht teurer sein

Viele private Stromkunden haben noch einen klassischen Stromtarif vom lokalen Energieanbieter. Sie verwenden damit oft Strom aus herkömmlicher Stromerzeugung. Mit modernen Ökostromprodukten lassen sich jährlich deutliche Einsparungen erzielen. Vor allem wer sich noch in der Grundversorgung befindet, kann mit einem günstigen Ökostromtarif sparen. Ein aktuelles Beispiel: Wer in Gießen bei einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh/Jahr von der Grundversorgung in einen Ökostromtarif wechselt, der spart derzeit bis zu 325 Euro im Jahr, in München sind es 317 und in Hamburg bis zu 360 Euro (Angaben gerundet).

Unser Stromvergleich bietet auch die Möglichkeit, ausschließlich nach Ökostromtarifen zu suchen. Nach Eingabe der Postleitzahl und des Stromverbrauchs kann man in einem nächsten Schritt unter "Weitere Einstellungen" auswählen, dass "nur Öko- und Klimatarife" angezeigt werden sollen. Übrigens beträgt die Kündigungsfrist bei Grundversorgungstarifen nur zwei Wochen.

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