Atomarer Flüssigmüll

Verglasung der Karlsruher "Atomsuppe" jetzt im Routinebetrieb

Die Verarbeitung von rund 60.000 Litern hoch radioaktiven Flüssigabfalls aus der 1991 stillgelegten Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) läuft jetzt im "Routinebetrieb". Nach Angaben der WAK GmbH begann am Mittwochmorgen die Einspeisung der stark strahlenden Abfalllösung in den Ofen der Verglasungsanlage.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe/Leopoldshafen (ddp/red) - Dort wird der atomare Flüssigmüll bei 1200 Grad Celsius in Glas eingeschmolzen und damit in eine transportable Form überführt. Vorangegangen war der sogenannte nukleare Probebetrieb, bei dem 50 Liter der "Atomsuppe" mit rund 1800 Litern nicht radioaktivem Simulat gemischt in den Schmelzofen eingespeist und verglast wurden.

Insgesamt wurden dabei drei Kokillen - endlagerfähige Glasblöcke in Edelstahlbehältern - mit der verdünnten radioaktiven Glasschmelze befüllt. Dabei seien keine Störungen aufgetreten. Im Beisein eines Gutachters hätten sich die ersten radiologischen Kontrollmessungen angeschlossen.

Bis Ende 2010 sollen 130 Kokillen produziert werden. Diese sollen in Castor-Behältern in das atomare Zwischenlager der Energiewerke Nord bei Greifswald transportiert werden. Jede Kokille wird mit 400 Kilogramm "Abfallglas" befüllt.

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