Zeit gewinnen

Verfüllmaßnahmen sollen Laugenzufluss in Asse eindämmen

Mit speziellen Verfüllmaßnahmen kann der Laugenzufluss im Atommülllager Asse womöglich reduziert werden. Umweltminister Gabriel stellte kürzlich ein Gutachten vor, in dem geprüft wurde, ob so die Stabilität des Grubengebäudes erhöht und damit mehr Zeit für die Prüfung alternativer Konzepte zur Stilllegung des Standorts gewonnen werden kann.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-nrd/sm) - Die Experten der CDM Consult GmbH schlugen laut Gabriel vor, Hohlräume mit einem Spezial-Beton mit Magnesiumoxid oder Luftporen mit gezielten Injektionen zu verfüllen.

Eine weitere Studie bewertet laut Gabriel die Möglichkeit einer Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage. Die Untersuchung der Energiewerke Nord in Zusammenarbeit mit dem TÜV Nord SysTec GmbH & Co. KG im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz kommt den Angaben nach zu dem Ergebnis, dass die Rückholung der rund 1300 Gebinde mit mittelaktiven Abfällen in etwa fünf Jahren möglich wäre. Die Kosten würden demnach über 150 Millionen Euro betragen.

Eine solche Maßnahme wäre laut Gabriel aber nur zu rechtfertigen, wenn insgesamt ein Sicherheitsgewinn erzielt werden kann und die Stilllegung der Schachtanlage nicht unverhältnismäßig verzögert wird.

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