Neue Märkte

Verbundnetz Gas erzielt 2008 Absatzrekord

Ungeachtet der wettbewerbsbedingten Verluste auf dem ostdeutschen Markt hat die Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG) 2008 einen neuen Absatzrekord erzielt. Grund hierfür sei die Erschließung neuer Märkte in Westdeutschland und im europäischen Ausland.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Leipzig (ddp-lsc/red) - Wie der Vorstandsvorsitzende Klaus-Ewald Holst am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz mitteilte, stieg der Absatz um 6,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) auf 171,4 Milliarden kWh. Der nach eigenen Angaben drittgrößte Gasimporteur in Deutschland erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 140,8 Millionen Euro und damit gut acht Prozent mehr als im Vorjahr. Damit habe man die Erwartungen "etwas übertroffen", sagte Holst. Gleichzeitig stiegen die Umsatzerlöse von 4,2 Milliarden Euro um 30 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro.

Um die Sicherheit der Gasversorgung zu garantieren, habe die VNG Holst zufolge verstärkt in Erdgas aus eigenen Quellen investiert. Mit dem Kauf der norwegischen Endeavour Energy Norge AS (EEN) mit seinen 21 Lizenzen komme man dem Ziel "ein gutes Stück" näher, ab 2019 bis zu zehn Prozent des Absatzes aus eigenen Quellen zu beziehen.

Zu dem möglichen Einstieg der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, die das Aktienpaket in Höhe von 47,9 Prozent des Oldenburger EWE-Konzerns kaufen will, sagte Holst: "Wie haben in der Vergangenheit in der Region gut mit EnBW zusammengearbeitet." Die Zukunft sei abhängig von den Zielen des Aktionärs. Das Unternehmen könne es sich mit dem neuen Partner jedoch "gut" vorstellen.

Die Aufsichtsräte von EnBW und EWE haben dem Geschäft nach Angaben von EWE bereits zugestimmt. Nun bedürfe es noch der Zustimmung der VNG-Hauptversammlung sowie des Bundeskartellamts. Mit dem Erwerb zusätzlicher Aktien durch die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH bleibt die Sperrminorität der kommunalen Aktionäre jedoch erhalten.

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