Langzeitwirkung

Verbraucherzentralen rechnen mit sinkenden Gaspreisen

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) rechnet damit, dass es durch die Öffnung der Ostseepipeline zu einer Senkung des Gaspreises kommen könnte. Das sagte vzbv-Energieexperte Holger Krawinkel der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochausgabe). Die Wirkung wird aber noch auf sich warten lassen.

Gaspreise© Jaap2 / iStockphoto.com

Osnabrück (dapd/red) - "Kurzfristig wird sich wegen bestehender Lieferverträge nichts ändern", sagte Krawinkel. Die Ostseepipeline und andere geplante Gasleitungen könnten aber dazu führen, dass es in Europa zu einer Überversorgung des Marktes komme. "Denkbar ist, dass dann in fünf bis zehn Jahren der Gaspreis sinkt."

Gaspreisentwicklung hängt von mehr Faktoren ab

Die Entwicklung der Gaspreise hänge aber stark von der Weltwirtschaft ab. Bleibe die Wirtschaft stabil, könne Russland voraussichtlich seine ölpreisgebundenen Gasmengen "gut auf dem Markt absetzen". Schwäche sich das Wachstum dagegen ab, werde das den Gaspreis zusätzlich drücken.

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