Verbraucherzentrale NRW hat Verträge von Strom-Discountern geprüft

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Die nordrhein-westfälische Verbraucherzentrale zieht nach der Prüfung von Stromlieferverträgen von Strom-Discountern ein ernüchterndes Fazit: Viele Billiganbieter von Strom vermeiden Klarheit über den Vertragsbeginn. Häufig binden sie künftige Abnehmer über so genannte Vertragsabschluss-Klauseln schon mal auf unbestimmte Zeit an sich, bis sie den Kontrakt bestätigen. Trotz fehlenden Vertrags darf der Kunde nicht zu einem noch billigeren Versorger wechseln. Diese Klausel hält die Verbraucherzentrale für unwirksam.


Ebenso hapere es bei der Haftung, die vielfach auf 5000 Mark begrenzt wird. Das pauschale Limit weist die Verbraucherzentrale zurück, weil es das Recht eines Strombeziehers beschneidet, höhere Schäden einzuklagen. Gern gestatten sich Strom-Discounter, bei steigenden Steuern und Abgaben die Preise anzuheben, so die Verbraucherschützer. Umgekehrt erlaube das Gros dem Kunden nicht, in einem solchen Fall zu kündigen. Noch seltener finde sich im Kleingedruckten der Hinweis, dass auch Steuersenkungen weitergegeben werden. Viele Gesellschaften verwenden zusätzlich sehr allgemeine Preiserhöhungs-Klauseln, die der Willkür Tür und Tor öffnen, beklagt die Zentrale.


Problematisch erscheinen ebenfalls die so genannten Vollmachts-Klauseln. Damit gestattet der Kunde dem neuen Versorger, die für seinen Wechsel erforderlichen Verträge zu schließen. Was dabei exakt vereinbart wird, bleibt zumeist im Dunkeln. Allerdings muss die Firma für alle Fehler haften, die aus einer mangelhaften Bevollmächtigung entstehen.

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