Verbraucherverbände raten von vor schnellem Anbieterwechsel ab

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Mit dem Wechsel des Stromversorgers sollten sich die Verbraucher noch Zeit lassen. Es bestehe kein Anlass, übereilt zu handeln, rät die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) in Bonn. Erst zum neuen Jahr sollen die Einzelheiten für die Stromdurchleitung in der neuen Vereinbarung zwischen Stromwirtschaft und Industrie veröffentlicht werden. Danach dürften die Strompreise für die privaten Haushalte noch einmal fallen, so die Einschätzung der AgV.


Es gelte weiterhin, nicht vorschnell einen neuen Vertrag zu unterschreiben. Vor dem Wechsel sollten mehrere Angebote eingeholt und kritisch verglichen werden. Dabei hilft die Verbraucherberatung, in speziellen Fragen auch die Energieberatung, die die AgV gemeinsam mit den Verbraucher-Zentralen bundesweit anbietet (Adresse siehe örtliches Telefonbuch).


Die AgV empfiehlt außerdem, bei der Auswahl nicht nur auf Preis und Lieferbedingungen, sondern auch auf die Umweltverträglichkeit zu achten und gibt auch weiter Tipps: Für den Beginn der Stromlieferung muss ein konkreter Termin genannt sein. Vor einem Wechsel sollten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des neuen Versorgers sorgfältig geprüft werden, ggf. durch die Rechtsberatung der örtlichen Verbraucherberatung.

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