Stellungnahme

Verbraucherschützer wollen alternatives Energiewirtschaftsgesetz

Weil der vom Wirtschaftsministerium vorgelegte EnWG-Gesetzentwurf in nahezu allen Passagen die ohnehin starke Stellung der Verbundunternehmen schütze und das Interessen von Verbrauchern vernachlässige, hat der Bund der Energieverbraucher jetzt einen korrigierten Vorschlag vorgelegt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Rheinbreitenbach (red) - Der Bund der Energieverbraucher hat einen Vorschlag für das neue Energiewirtschaftsgesetz veröffentlicht. Ebenso wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace wollen die Verbraucherschützer die umweltfreundliche Stromerzeugung, Energieeffizienz und den Schutz der Haushaltskunden als grundsätzliche Zielsetzungen im Gesetz verankern. Auch müsse die Regulierung der Stromtarife unabhängig vom Bundeswirtschaftsministerium erfolgen.

Mittlerweile haben sich der deutsche Bauernverband, die Stadt Nürnberg und die Fördergemeinschaft Erneuerbarer Energien dem Vorschlag der Verbraucherschützer angeschlossen.

Weiterführende Links
  • Download der Stellungnahme des Bundes der Energieverbraucher - hier klicken
Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreis

    Bericht: Grundversorger-Preise sind zu hoch

    Die Stromtarife in der Grundversorgung sind vergleichsweise hoch, zeigt eine aktuelle Analyse zu den Strompreisen in Rheinland-Pfalz. Die Verbraucherzentrale hat die preisliche Entwicklung nachgezeichnet und schätzt, dass 35 Prozent der Haushalte zusammen mindestens zehn Millionen Euro zu viel im Jahr bezahlen.

  • Strompreis

    Mehr Transparenz bei Stromtarifen gefordert

    Mehr Transparenz bei den Stromtarifen würde die Wechselbereitschaft der Verbraucher fördern und gleichzeitig den Preisauftrieb dämpfen, sagen Verbraucherschützer. Der Bund der Energieverbraucher fordert deshalb von den Stromversorgern eine klarere und übersichtlichere Gestaltung ihrer Angebote.

  • Strom sparen

    Verbraucherverbände halten Energiewirtschaftsgesetz für unzureichend

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Bund der Energieverbraucher und der Deutsche Mieterbund haben sich heute in einer gemeinsamen Erklärung enttäuscht gezeigt vom Entwurf für ein neues EnWG. Ihrer Meinung nach zahlen die privaten Stromverbraucher jährlich fünf Milliarden Euro zu viel.

  • Strompreise

    vzbv und des Bundes der Energieverbraucher: Liberalisierung unbefriedigend

    Die neusten Entwicklungen auf dem Energiemarkt haben der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Bund der Energieverbraucher zum Anlass genommen, sich erneut zur Regulierung des Strom- und Gasmarktes zu äußern. Sie stellten klar, dass die bisherige Liberalisierung über Verbändevereinbarungen die Haushaltskunden nicht im erforderlichen Maß erreicht hat.

  • Strom sparen

    Energiegipfel: Verbände wollen dabei sein

    Aus Gründen der Ausgewogenheit und wegen der Bedeutung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz haben sich verschiedene Verbände in einem offenen Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder gewandt und eine Teilnahme am für kommenden Donnerstag geplanten Energiegipfel eingefordert.

Top