"Kasse machen"

Verband fordert Maßnahmen gegen steigende Strompreise

Der Landesverband des Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft (BVMW) hat für seine Mitglieder Sonderkonditionen für den Bezug von Strom gefordert. Die Bundesnetzagentur müsse schleunigst ihre Arbeit aufnehmen und prüfen, inwieweit auf dem deutschen Markt überhaupt noch ein freier Wettbewerb möglich sei.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der Landesverband des Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft (BVMW) fordert von der Politik Maßnahmen gegen die steigenden Strompreise. Die Bundesnetzagentur müsse ihre Arbeit aufnehmen und prüfen, inwieweit auf dem deutschen Markt überhaupt noch ein freier Wettbewerb möglich sei, sagte Herbert Schulte von der Landesgeschäftsführung des BVMW der Nachrichtenagentur ddp in Düsseldorf. Den mittelständischen Unternehmen müssten zudem Sonderkonditionen für den Bezug von Strom eingeräumt werden.

Vier große Stromkonzerne deckten etwa 80 Prozent des Marktes ab und teilten sich derzeit die meisten Kunden in Deutschland, sagte Schulte. Den mittelständischen Unternehmen seien nun die Verträge gekündigt worden, ihnen drohten zum kommenden Jahr Stromerhöhungen von 15 bis 25 Prozent, betonte der Verbandsvertreter weiter. Die Stromkonzerne wollten "Kasse machen", sagte er. Auch wenn sich die Konzerne nicht untereinander absprächen, verfolgten sie die gleiche Strategie.

Schulte kritisierte zudem, dass die Durchleitungsgebühren für unabhängige Stromanbieter zu hoch seien, um dieses Angebot lukrativ zu machen. Auch hier sei die Bundesnetzagentur gefordert, für mehr Wettbewerb und Alternativen zu sorgen.

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