Ergänzungsvereinbarung

Verbände überarbeiten Kalkulationsgrundsätze für Nutzung der Stromnetze

Verbände und Industrie der deutschen Energiewirtschaft haben Ende vergangener Woche einen neuen Kalkulationsleitfaden zur Berechnung der Preise für die Nutzung der Stromnetze unterzeichnet. Damit wollen sie die Verbändevereinbarung als marktwirtschaftliches Instrument sichern.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), die Arbeitsgemeinschaft regionaler Energieversorgungs-Unternehmen (ARE), der Verband der Netzbetreiber beim VDEW (VDN) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und die Industrie haben in der vergangenen Woche den überarbeiteten Kalkulationsleitfaden zur Berechnung der Preise für die Nutzung der Stromnetze unterzeichnet. "Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem erfolgreichen deutschen Weg, den Wettbewerb im Strommarkt mit dem marktwirtschaftlichen Instrument der Verbändevereinbarung zu sichern", erklärt VDEW-Präsident Günter Marquis.

Die Ergänzungsvereinbarung wurde dem Bundesministerium für Wirtschaft übermittelt. Sie ist Bestandteil der "Verbändevereinbarung II plus", der dritten weiterentwickelten Fassung seit 1998. "Die deutsche Elektrizitätswirtschaft und die Industrie beweisen, dass die Selbstregulierung der Wirtschaft im Rahmen der Vorgaben von Politik und Behörden funktioniert", ist sich Marquis sicher.

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