Branchenlösung

Verbände legen Vorschlag zum EEG-Belastungsausgleich vor

Die Energieverbände VDEW und VDN haben gemeinsam mit Netzbetreibern, Energieversorgern und Energiehändlern eine Branchenlösung zum vertikalen physikalischen Belastungsausgleich gemäß § 14 Abs. 3 des Erneuerbare-Energien-Gesetz erarbeitet. Sie ist praktikabel und ausgewogen, teilten die Verbände mit.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Aus § 14 Abs. 2 EEG geht hervor, dass der unterjährige vertikale physikalische Belastungsausgleich "nach Maßgabe eines rechtzeitig bekannt gegebenen, der tatsächlichen Stromabnahme aus EEG-Anlagen nach § 4 in Verbindung mit § 5 angenäherten Profils" erfolgen muss. Die von den Verbänden nun vorgelegte Branchenlösung sieht einen Übergang von Quartals- zu Monatsprofilen in Verbindung mit einem unterjährigen Ausgleich der unvermeidlichen Prognoseabweichungen vor. Damit werde zum einen dem gesetzliche Anspruch hinsichtlich einer Annäherung der an Energieversorger und Stromhändler weitergegebenen EEG-Strommengen an den tatsächlichen saisonalen Einspeiseverlauf Rechnung getragen. Zum anderen werde durch die zeitnahe Korrektur von Prognosedifferenzen die Planungssicherheit für Lieferanten und Übertragungsnetzbetreiber erhöht. Der Vorteil laut VDN und VDEW: Preisrisiken, die aus der Verschiebung der Korrekturmengen in das Jahr der Abrechnung entstanden sind, werden deutlich reduziert. Der ggf. erforderliche Ausgleich zwischen unterjährigen Lieferungen und der tatsächlichen Abnahmepflicht erfolgt dadurch wie bisher im Rahmen der Jahresabrechnungen.

Mit Zustimmung des Umweltministeriums wird die Branchenlösung zum 1. Januar 2006 durch die Übertragungsnetzbetreiber umgesetzt. Damit werden erstmals am 10. Dezember 2005 verbindliche EEG-Monatsprognosen, d.h. Prognosen von EEG-Strommenge und -Vergütungsvolumen, bundesweit einheitlicher EEG-Quote und -Durchschnittsvergütung sowie Letztverbrauch, durch den VDN veröffentlicht. Weil aber ein vom Umweltministerium in Auftrag gegebenes Gutachten zur Branchenlösung noch nicht abgeschlossen ist, wird es möglicherweise noch einmal Änderungen am Profilwälzungsverfahren geben.

Gleichzeitig gab der VDN die Aktualisierung der Mittelfristprognose bekannt. Sie dient zur möglichen Entwicklung der förderfähigen Strommengen, der Vergütungszahlungen und der daraus bezüglich EEG resultierenden Quote und Durchschnittsvergütung für die Jahre bis 2011.

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