Veba-Chef: Strompreise steigen im nächsten Jahr

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Bereits im nächsten Jahr werden die Strompreise nach Meinung von Veba-Chef Ulrich Hartmann wieder anziehen. In einem Interview mit der neuen Anleger-Zeitschrift "Telebörse" gab sich Hartmann davon überzeugt, dass sich der Markt bis Ende dieses Jahres konsolidiert habe. "Ich glaube, dass wir in diesem Jahr die Talsohle durchschreiten und im nächsten Jahr wieder von ansteigenden Strompreisen ausgehen können."


Der politisch gewünschte Ausstieg aus der Kernenergie, so Hartmann weiter, werde sich vermutlich über Jahrzehnte hinziehen: "35 Betriebsjahre für die Kernkraftwerke müssten es schon sein.". Selbst die grüne Partei habe erkannt, dass der Ausstieg nicht zu einer schnellen Abschaltung führen könne. "Wenn die Regierung dies wollte, müsste sie Entschädigungen zahlen." Nach der Fusion mit der Viag plane der neue Konzern weitere Expansionen im Energiesektor. Von großem Interesse seien Skandinavien, die Benelux-Länder, aber auch die östlichen Nachbarn. In Italien müsse man noch abwarten, Frankreich sei noch sehr verschlossen: "Das muss sich ändern." Im Chemie-Bereich gehen, so Hartmann gegenüber der "Telebörse" über die Pläne des neuen Riesen, die Bestrebungen noch weiter: "Wir streben ganz klar das Ziel Asien an." Schon jetzt besitze Veba-Viag eine starke Position, auch in Amerika.


Gegenwärtige Kursrückgänge bei den Veba-Aktien findet Hartmann nicht dramatisch. Er glaube an die Renaissance der Energiewerte. Im übrigen werde Veba 1999 ein Rekordergebnis erreichen. "Im laufenden Jahr streben wir an, dieses Ergebnis nochmals zu übertreffen." Immerhin können schon allein durch die Fusion rund 700 Millionen Euro eingespart werden.


(ots)

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