Veag verweigert Durchleitung von Braunkohlestrom

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
"Obwohl wir Braunkohlestrom anbieten, haben wir mit Problemen bei der Durchleitung gerechnet." So äußerte sich heute der Leiter des Vertriebs für Strom bei der Fortum Energie GmbH, Manfred Tenfelde, im Gespräch mit dem "Strom-Magazin". Die Fortum bietet, wie auch die Energieversorgung Baden-Württemberg AG und die Deutsche Tactebel, in den neuen Bundesländern Strom aus ostdeutscher Braunkohle an. Dieses Produkt ist von der Braunkohleschutzverordnung ausgenommen. Es dürften demnach keine Durchleitungsprobleme in Ostdeutschland entstehen.


Doch die Veag stellt sich quer. Die Anträge auf Durchleitung wurden von der Veag abgeschmettert. Diese Absagen erfolgten zwar begründet, doch will Tenfelde von der Fortum diese Begründung nicht so recht einleuchten. Er habe die Veag im weiteren Schriftverkehr aufgefordert, konkrete Bedingungen für die Durchleitung des Braunkohle-Stroms zu nennen. Derzeit sei man bei der Fortum bemüht sich außergerichtlich zu einigen. Das Landes- und Bundeskartellamt seien jedoch schon jetzt über den Schriftverkehr informiert. Falls es zu keiner Einigung komme, müssten weitere Schritte eingeleitet werden.


Markus Götz

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