VEAG verkaufte im 1. Halbjahr mehr Strom

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Das ostdeutsche Energieunternehmen VEAG hat im ersten Halbjahr 2000 deutlich mehr Strom verkauft als im Vorjahr. Gegenüber dem ersten Halbjahr 1999 kam es zu einem Anstieg der Lieferungen um zehn Prozent auf 26,3 Milliarden kWh. Dabei nahm der Stromabsatz im zweiten Quartal sogar um 15 Prozent auf 12,9 Milliarden kWh zu. Alle Kundengruppen entwickelten sich positiv. Dies gilt insbesondere für die um 57 Prozent gesteigerten Lieferungen auf der Verbundebene. VEAG hat damit erfolgreich das Stromhandelsgeschäft ausgebaut. Erhebliche Strompreissenkungen für die Kunden in Ostdeutschland führten jedoch zu dem erwarteten, deutlichen Ertragsrückgang im ersten Halbjahr 2000. Die Stromerlöse der VEAG gingen im Vorjahresvergleich um 32 Prozent zurück. Dementsprechend verringerten sich die Umsatzerlöse um 30 Prozent auf 811 Millionen Euro. Nach eigenen Angaben konnte das Unternehmen knapp die Hälfte des Erlösrückgangs durch ein intensives Sparprogramm auffangen. Für die darüber hinaus verbleibenden Verluste wurde durch Bildung einer Drohverlustrückstellung im Jahresabschluss 1999 Vorsorge getroffen.


Das Stromaufkommen lag von Januar bis Juni 2000 mit 27,7 Milliarden kWh um zehn Prozent über dem Vorjahreswert. Erstmals trugen die Neubaublöcke an den Standorten Boxberg und Lippendorf zur Stromerzeugung bei. Lippendorf wurde am 22. Juni 2000 im Beisein des Bundeskanzlers als modernstes Braunkohlekraftwerk der Welt eingeweiht. Der Neubaublock im Braunkohlekraftwerk Boxberg wird Anfang Oktober 2000 offiziell in Betrieb genommen. Nach Stilllegung der letzten 250 MW des Altkraftwerks Lippendorf am 31. März 2000 wird der VEAG-Strom nun vollständig in neuen bzw. modernisierten Kraftwerken erzeugt.


Am 30. Juni 2000 beschäftigte der VEAG-Konzern insgesamt 6 117 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 288 bzw. 4,5 Prozent. Dabei konnten betriebsbedingte Kündigungen weiterhin vermieden werden. Die Teilzeitquote im ersten Halbjahr 2000 lag bei 45 Prozent.

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