Vattenfall Europe

VEAG und HEW verschmelzen

Jetzt wird es ernst - die "Neue Kraft" kommt. Die Aufsichtsräte von HEW und VEAG haben heute der Ausgliederung von Teilbetrieben und die Verschmelzung zu einem gemeinsamen Unternehmen beschlossen. Damit könne, laut HEW-Chef Rauscher, die Fusion von HEW, Bewag, VEAG und LAUBAG ein Jahr früher als geplant vollzogen werden.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Langsam nimmt die "Neue Kraft" im Osten Deutschlands Konturen an: Sowohl der Aufsichtsrat der Hamburgischen Electricitaets-Werke AG (HEW), als auch der Aufsichtsrat der Vereinigte Energiewerke AG hat heute beschlossen, Teilbetriebe auszugliedern und mit dem jeweils anderen Unternehmen zu verschmelzen.

Die HEW wird aus diesem Grund alle operativen Bereiche (Vertrieb, Verteilnetz und Fernwärme) in die bereits bestehende "Erste HEW Verwaltungs AG" ausgliedern. Diese Gesellschaft wird umbenannt und ihr Geschäft als Hamburgische Electricitaets-Werke AG weiterführen. In der künftigen Holdinggesellschaft Vattenfall Europe AG werden unter anderem die Beteiligungen an der LAUBAG (100 Prozent), der Bewag (etwa 89 Prozent) sowie die Beteiligungen an den Kernkraftwerken verbleiben. Ferner werden die aus der VEAG ausgegliederten Bereiche Vattenfall Europe Generation (Erzeugung), Vattenfall Europe Transmission (Übertragungsnetz) sowie Vattenfall Europe Sales (Vertrieb) der Holding direkt unterstellt.

Dr. Klaus Rauscher, Vorstandsvorsitzender der HEW und designierter Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG, erklärte im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung: "Mit seinen Entscheidungen hat der HEW-Aufsichtsrat den Weg frei gemacht für einen neuen wettbewerbsfähigen Konzern. Damit ist es möglich, die Fusion von HEW, Bewag, VEAG und LAUBAG zu Vattenfall Europe noch in diesem Jahr - und damit ein Jahr früher als ursprünglich geplant - zu vollziehen. Die HEW wird innerhalb des Konzerns ein starkes Unternehmen in und für Hamburg bleiben."

Nach der LAUBAG hat sich zudem nun auch der Aufsichtsrat der VEAG für Cottbus als gemeinsamen Standort der Verwaltung von Kraftwerken und Tagebauen ausgesprochen. In diesem Zusammenhang wurde im Rahmen eines Tarifvertrages zur sozialpolitischen Begleitung der Bildung von Vattenfall Europe vereinbart, dass betriebsbedingte Kündigungen für Mitarbeiter von Bewag, HEW, LAUBAG und VEAG bis 2007 ausgeschlossen werden. Bis zur einvernehmlichen Einführung anderer Regelungen sollen zudem die bisherigen Tarifbedingungen und Betriebsvereinbarungen fortgelten.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsleitung

    Auch Strompreise in Berlin und Hamburg steigen (Upd.)

    Wie bereits Ende des Jahres vermutet, werden auch die Strompreise in Berlin und Hamburg steigen. Wie heute bekannt wurde, hat Vattenfall bei den Preisgenehmigungsbehörden in Haupt- und Hansestadt Anträge auf eine Erhöhung der Strompreise zum 1. Mai 2006 für Privat- und Gewerbekunden gestellt.

  • Hochspannungsmasten

    Rauscher bleibt Vattenfall-Chef

    Dr. Klaus Rauscher (56), Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG, ist für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Das hat der Aufsichtsrat des Konzerns gestern auf einer Sitzung des Gremiums in Berlin beschlossen. Damit wird sein Vertrag vorzeitig bis November 2011 verlängert.

  • Hochspannungsmasten

    Vattenfall übernimmt weitere 25,1 Prozent an HEW

    Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Vattenfall Europe AG ist getan: Die Hansestadt Hamburg nutzt ihre Put-Option und überlässt Vattenfall ihr Aktienpaket an der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG zu einem Preis von 869 Millionen Euro. Zusage: Bis Ende 2005 bleiben mindestens 3000 Arbeitsplätze in Hamburg.

  • Hochspannungsmasten

    HEW wertet Geschäftsjahr 2001 als "erfolgreich"

    Die Hamburgische Electricitaets-Werke AG blickt zufrieden auf das 108. Geschäftsjahr ihres Bestehens zurück - Stromabsatz und Fernwärmeverkauf hat man erhöhen können, das Ergebnis konnte deutlich gesteigert werden. Nun will man gemeinsam mit den schwedischen Kollegen zu einem "Top-Player" in Deutschland und Europa aufsteigen.

  • Strom sparen

    Rede von VDEW-Präsident Marquis zum Jahresbericht 2001

    Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede von VDEW-Präsident Günter Marquis zum Thema "Wettbewerb im Strommarkt braucht marktorientierte Politik", anlässlich der Vorstellung des VDEW-Jahresberichts am 28. Mai 2002 in Berlin.

Top