Gutes Ergebnis

VEAG steigert Stromabsatz und will auch in Zukunft auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten

Der Berliner Energielieferant VEAG hat sein vorläufiges Ergebnis für das Jahr 2000 veröffentlicht: 54,6 Milliarden Kilowattstunden Strom wurden erzeugt, das sind zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Durch Preissenkungen gingen allerdings die Stromerlöse um fast 30 Prozent zurück.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Im Geschäftsjahr 2000 konnte die Vereinigte Energiewerke AG (VEAG) den Stromabsatz auf 54,6 Milliarden Kilowattstunden und damit um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Der Stromabsatz von VEAG stieg damit erstmals wieder über das Niveau des Jahres 1991. Gleichzeitig gingen die Stromerlöse infolge von Preissenkungen jedoch um 28 Prozent zurück. Zurzeit wird für das Jahr 2000 ein vorläufiger Jahresüberschuss von sieben Millionen ausgewiesen - nach einem Jahresfehlbetrag von 954 Millionen für 1999. Das positive Gesamtergebnis resultiert aus der Verlustvorsorge im Vorjahr sowie Ertragsteuererstattungen. Vor Steuern und Inanspruchnahme der Drohverlustrückstellung liegt das Ergebnis im Jahr 2000 bei minus 308 Millionen (1999: minus 139 Millionen).


Auch im vergangenen Jahr setzte VEAG ihr Investitionsprogramm fort. So wurden im Jahr 2000 insgesamt 389 Millionen Euro vor allem in die Erneuerung der Kraftwerke (83 Prozent) und Netze (16 Prozent) investiert. Ende 2000 hatte der VEAG-Konzern insgesamt 5905 Mitarbeiter; im Vergleich zum Stichtag Ende 1999 verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter um 351 (sechs Prozent). Mit 633 Auszubildenden lag die Ausbildungsquote am Jahresende bei 9,7 Prozent.


Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, dass es auch in Zukunft keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. VEAG-Vorstand und die Arbeitnehmervertreter im VEAG-Aufsichtsrat haben dazu ein Programm für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung unterzeichnet. Unter anderem sollen folgende Instrumente - einschließlich der Annahme zusätzlicher Arbeitsplatzangebote - dauerhaft betriebsbedingte Beendigungskündigungen abwenden: (1) Fortbildungs- und Qualifizierungsoffensive zur Nutzung aller Beschäftigungsmöglichkeiten bei VEAG und VEAG-Töchtern, (2) Einrichtung einer unternehmensweiten Stellenbörse, (3) Fortsetzung von Industrieansiedlungspolitik zur Schaffung und Vermittlung neuer Arbeitsplätze, (4) Fortführung der Teilzeitinitiative, Förderung der Elternteilzeit, (5) Fortführung von Vorruhestands- und Altersteilzeitregelungen, (6) Beibehaltung der Ausbildungsquote von zehn Prozent und (7) Verbesserung der Übernahmeperspektiven für Auszubildende und Trainees. Auch vor dem Hintergrund der angestrebten Bildung der Neuen Kraft soll es, so heißt es in dem VEAG-Programm für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung, Chancengleichheit und eine gerechte Verteilung der Lasten für alle Beteiligten geben.

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