VEAG: Modernisierungsprogramm abgeschlossen / Umsatzerlös sank

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Während das Bieterverfahren um den großen ostdeutschen Braunkohleverstromer VEAG auf Hochtouren läuft, zeigt sich der Konzern selbst für die Bildung eines neuen Stromkonzerns gut positioniert. Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Jürgen Stotz anlässlich sei nun die schnelle Bildung einer neuen Stromkraft um VEAG, LAUBAG und envia oberstes Ziel.


Wichtig seien für den neuen Konzern möglichst starke Partner und eine klare Gesellschafterstruktur. Dabei müsse der Zusammenschluss aller beteiligten Unternehmen rasch und in einem Guss erfolgen. Nur so seien die besten Startchancen am Markt gewährleistet. Die "Neue Kraft" müsse die gesamte Wertschöpfungskette von der Braunkohleförderung über die Stromproduktion bis hin zu Handel und Vertrieb abdecken. Erste Schritte auf dem Weg zur bevorstehenden Fusion der VEAG mit dem Braunkohleförderunternehmen LAUBAG erfolgten in der VEAG-Aufsichtsratssitzung: Das Gremium stimmte zu, dass LAUBAG eine Beteiligung von 50 Prozent an der VEAG-Tochter informationservices gmbh (ifsc) erwirbt und ihren Informationstechnologie(IT)-Bereich dort einbringt.


Die Gesamtsumme des auf der Aufsichtsratssitzung verabschiedeten Instandhaltungsprogramms für das Jahr 2001 beträgt etwa 250 Millionen DM und damit etwa 85 Millionen DM weniger als im laufenden Jahr. Das Bauprogramm für das Jahr 2001 ist mit etwa 30 Millionen DM das geringste seit Bestehen der VEAG und markiere zugleich den Beginn eines neuen Abschnitts der Unternehmensentwicklung. Es sei ein Zeichen des erfolgreich abgeschlossenen Modernisierungsprogramms, so der VEAG-Chef. "Wir werden künftig der kostengünstigste Braunkohleverstromer am Markt sein," sagte Jürgen Stotz. Mit einem Investitionsvolumen von etwa 17 Milliarden DM wurden ostdeutsche Braunkohlekraftwerke und Stromnetze modernisiert und neu gebaut.


Die Stromlieferungen an die VEAG-Kunden stiegen von Januar bis September 2000 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 40,9 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Allein im dritten Quartal nahm der Stromabsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 1999 um 19 Prozent zu. Erhebliche Strompreissenkungen der VEAG für die ostdeutschen Regionalversorger führten jedoch zu schmerzlichen finanziellen Einbußen: In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres nahmen die Umsatzerlöse gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf etwa 2,5 Milliarden DM ab.

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