Wirtschaft muss entlastet werden

VEA: Vorleistungen der Industrie beim Emissionshandel berücksichtigen

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) fordert von der Bundesregierung bei der bevorstehenden Zuteilung von Emissionsrechten eine Berücksichtigung der bisher schon freiwillig von der Industrie erbrachten Leistungen zum Klimaschutz. Die deutschen Unternehmen sollten kostenlose Emissionsrechte mindestens in Höhe des derzeitigen Kohlendioxid-Ausstoßes bekommen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

"Die Industrie hat im Rahmen der Selbstverpflichtung in den letzten Jahren viel für den Klimaschutz getan. Ihren Reduktionsanteil hat sie bereits früher als gefordert erreicht. Diese Vorleistungen dürfen jetzt nicht unter den Tisch fallen", erläuterte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA.

Anlässlich einer Anhörung zum Emissionshandel heute in Berlin begrüßte der VEA die von ihm seit langem geforderte Einführung von Emissionszertifikaten. Durch den Handel mit den Zertifikaten würden endlich auch Gesichtspunkte wie Wirtschaftlichkeit oder tatsächlicher Schadstoffausstoß berücksichtigt. "Erstmals wird der Wert der Emissionssenkungen wirtschaftlich messbar. So entstehen Marktanreize. Das entlastet die Umwelt mehr als starre Grenzwerte", erklärte Panitz. Allerdings dürfe die begrenzte Wirtschaftskraft deutscher Unternehmen nicht vergessen werden. "Viele Mittelständler betreiben Altanlagen. Sie könnten durch den verstärkten Zukauf von Emissionsrechten oder den Zwang zur Modernisierung in existenzielle Nöte geraten. Deshalb fordert der VEA, keine erheblichen Unterschiede zwischen Altanlagen und Neuanlagen zu machen. Nur dann ist der ökologische Nutzen des Emissionshandels auch ökonomisch vertretbar", resümmierte Panitz abschließend.

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