Preisvergleich

VEA: Preise für Fernwärme um 19 Prozent gestiegen

Eine drastische Preiserhöhung bei Fernwärme zeigt der aktuelle Preisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer (VEA). Nach wie vor ist Fernwärme in Ostdeutschland deutlich teurer als im Westen. Die Teuerung der letzten Jahre setzte sich auch 2008 fort.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Im Vergleich zum Vorjahr kostete Fernwärme im Oktober 2008 im Westen Deutschlands für Industriekunden durchschnittlich 18,9 Prozent und in den neuen Bundesländern 16,6 Prozent mehr. In den letzten fünf Jahren gingen die durchschnittlichen Kosten für Verbraucher um mehr als 50 Prozent nach oben, so der VEA.

Der Verband hat für die aktuelle Analyse die Bezugskonditionen in knapp 100 Fernwärmeversorgungsgebieten für größere gewerbliche beziehungsweise industrielle Kunden verglichen. "Vor dem Hintergrund fallender Fernwärmepreise bei einigen Versorgern sind Preissteigerungen von fast 20 Prozent bei anderen Anbietern innerhalb eines Jahres nicht nachzuvollziehen und durch nichts zu rechtfertigen", meint VEA-Geschäftsführer Volker Stuke.

Der VEA fordert die Versorgungsunternehmen auf, die Preise für Fernwärme angesichts des stark rückläufigen Ölpreises deutlich und rasch zu senken. Die Energiemanager vom VEA raten den Kunden, die Wärmeversorgung ihrer Liegenschaften grundsätzlich zu überprüfen. "In einer Vielzahl von Gebieten ist die Fernwärmeversorgung gegenüber einer Eigenversorgung auf Gas- oder Ölbasis nicht wettbewerbsfähig", so Stuke. Laut Untersuchungen des VEA lassen sich die Wärmekosten durch eine dezentrale Belieferung vielfach deutlich senken.

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