Netzzugangsverordnung

VEA: Netzzugang erfordert klare gesetzliche Vorgaben

Der Netzzugang ist laut VEA Dreh- und Angelpunkt eines möglichen Wettbewerbs. Aus diesem Grund hat der Bundesverband erneute Verbesserungen am Entwurf einer Netzzugangsverordnung gefordert. So müssten beispielsweise Kooperationsverpflichtungen und Abstimmungsprozesse vorgeschrieben werden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Anlässlich einer Anhörung zum EnWG und der Netzzugangsverordnung, die morgen in Berlin stattfinden soll, hat der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) erneut Nachbesserungen gefordert. Denn will die neue Regulierungsbehörde Erfolg haben, müsse ihr die Regierung mit einer funktionsfähigen Netzzugangsverordnung das nötige Instrumentarium an die Hand geben.

Zwar enthalte der bisherige Verordnungsentwurf gute Ansätze, gehe aber nach Ansicht des VEA nicht weit genug. "Die Einführung des so genannten Entry-Exit-Modells bringt zwar schon eine enorme Erleichterung für Wettbewerber. Aber es gibt auch in diesem Modell noch genügend Fallstricke. Mit den komplizierten Regelungen muss jetzt rigoros aufgeräumt werden", forderte daher Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA.

Zum einen müssten in der Verordnung Kooperationsverpflichtungen der Netzbetreiber und Abstimmungsprozesse zwischen Netzbetreiber und Lieferant festgeschrieben werden. Zum anderen solle der Regulierer weit reichende Einflussmöglichkeiten erhalten, um bei Stillstand oder Missbrauch sofort eingreifen zu können. Zentral ist auch die Forderung nach Zweistufigkeit der Gaswirtschaft. "Mit einer Reduzierung auf Verteilung und Ferngasstufe fördern wir den Wettbewerb", so Panitz abschließend.

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