Stagnation

VEA: Netznutzungspreise weiterhin auf hohem Niveau

Der durchschnittliche Preis für die Netznutzung beträgt laut VEA in der Mittelspannung 2,92 Cent pro Kilowattstunde und in der Niederspannung 6,06 Cent pro Kilowattstunde. Daran hat sich in den letzten sechs Monaten nichts geändert. Da sich die Strombeschaffungskosten im ersten Halbjahr deutlich verteuert haben, ist der Strombezug für die Kunden teurer geworden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Preise für Netznutzung bei Strom stagnieren auf hohem Niveau. Eine Entspannung ist kurzfristig ebenfalls nicht in Sicht. Das ist das Ergebnis der neuen Studie zu Netznutzungsgebühren vom Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA).

Dr. Volker Stuke, VEA-Geschäftsführer fordert deshalb umgehend Konsequenzen: "Ohne grundlegende Änderung an der Liberalisierung geht auf dem Strommarkt nichts voran. Ohne Druck von außen, ohne einen durchsetzungskräftigen Regulierer drohen noch höhere Strompreise. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass der angekündigte Regulierer so schnell wie möglich seine Arbeit aufnehmen kann. Gleichzeitig muss sie ihm weitestreichende Kompetenzen zugestehen. Mit einem zahnlosen Tiger wäre keinem geholfen."

Der durchschnittliche Preis für die Netznutzung beträgt laut VEA in der Mittelspannung 2,92 Cent pro Kilowattstunde und in der Niederspannung 6,06 Cent pro Kilowattstunde. Daran hat sich in den letzten sechs Monaten nichts geändert. Da sich die Strombeschaffungskosten im ersten Halbjahr deutlich verteuert haben, ist der Strombezug für die Kunden teurer geworden.

Zudem besteht laut Studie nach wie vor ein überproportionales Preisgefälle zwischen einzelnen Netzbetreibern. Kunden im Osten und Norden zahlen deutlich mehr als im Westen und Süden. "Für diese Preisunterschiede zwischen den einzelnen Netzbetreibern gibt es keine Rechtfertigung, jedenfalls nicht in der von uns festgestellten Höhe. Sie sind ein deutliches Zeichen dafür, dass wir von echtem Wettbewerb noch meilenweit entfernt sind", analysiert Stuke. "Der faire, transparente und diskriminierungsfreie Zugang zu den Netzen ist der Schlüssel für mehr Wettbewerb."

Nach Ansicht des VEA dürften die Verbändevereinbarungen auf keinen Fall zur Grundlage der Arbeit des neuen Regulierers werden. "Auf den Regulierer kommt im nächsten Jahr viel Arbeit zu. Es geht jetzt darum, ihm diese Arbeit zu erleichtern und ihm nicht die Stolperfallen der bisherigen Regelungen in den Weg zu legen", so Stuke weiter.

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