Hürde beseitigen

VEA: Monopol bei den Gasleitungsnetzen muss fallen

Der Energie-Abnehmerverband VEA sieht freien Netzzugang und kürzere Vertragslaufzeiten als Schlüssel zu echtem Wettbewerb im Gasmarkt. Daher unterstützt er das Bundeskartellamt in seiner Auffassung, den Netzzugang zu öffnen. Das Ausland zeige, dass beim Preisniveau Potenzial nach unten bestehe.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) sieht im Monopol der Ferngasunternehmen auf die Gasleitungsnetze in Deutschland die eigentliche Hürde zu einem funktionierenden Wettbewerb. In einer Stellungnahme gegenüber dem Bundeskartellamt unterstützt er den Appell dieser Aufsichtsbehörde nach Öffnung des Netzzugangs.

Zugleich begrüßt der Verband die Forderung nach einer begrenzten Laufzeit von Gaslieferverträgen zwischen Weiterverteilern und ihren Lieferanten, die einen erheblichen Anteil des Marktvolumens abdecken. "Der deutsche Gasmarkt ist seit 1998 zwar rechtlich für den Wettbewerb geöffnet, aber faktisch findet er bis heute nicht statt", monierte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA, in gewohnter Manier. Langfristige Vorverträge führten nämlich dazu, dass mangels Alternativen gerade gewerbliche Kunden nach wie vor gezwungen seien, Verträge mit überhöhten Preisen zu unterzeichnen.

Allerdings gehe der Trend schon seit Jahren eindeutig in Richtung kurzfristigerer Verträge. "Industrielle und gewerbliche Kunden werden ihren Erdgasbedarf sofort wettbewerbsgerecht am Markt decken, wenn in der Praxis die Netze vollständig und diskriminierungsfrei geöffnet sind und es entsprechend mehr Anbieter gibt", führte Panitz aus. Das europäische Ausland zeige mit niedrigerem Preisniveau, dass Potenzial nach unten bestehe. Die Versorgungssicherheit sei zudem laut Panitz durch den Wettbewerb keinesfalls gefährdet.

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