Ökoenergie belastet Ökonomie

VEA kritisiert EEG-Novelle: Subvention zu Lasten der Verbraucher

Auch nach Veränderungen durch den Vermittlungsausschuss ist der Bundesverband der Energie-Abnehmer mit dem neuen, vom Bundestag bereits am vergangenen Freitag verabschiedeten neuen EEG nicht zufrieden. Die Förderregeln für Ökostrom seien ein Risikofaktor für die deutsche Wirtschaft.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) kritisiert den am vergangenen Freitag vom Bundestag gebilligten Kompromissvorschlag zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Danach wird die Stromerzeugung durch Windkraftanlagen im Binnenland nur dann gefördert, wenn sie mindestens 60 Prozent der durchschnittlichen Stromleistung erreicht.

"Dieser Kompromiss ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Er ändert nichts an der Tatsache, dass die Förderregeln für Ökostrom ein Risikofaktor für die deutsche Wirtschaft sind", begründet Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA, die Kritik seines Verbandes.

Fördermechanismus des EEG sei die so genannte Einspeisevergütung. Zu einem gesetzlich festgelegten Preis müssten demnach Stromnetzbetreiber die Energie der Ökostrom-Erzeuger abnehmen. Diese Vergütung aber liege deutlich über dem energiewirtschaftlichen Wert des Ökostroms. "Die Subventionen für Ökostrom über Strompreisaufschläge werden zu einer erheblichen Mehrbelastung der energieintensiven Wirtschaftszweige führen", ist sich Panitz sicher. Aber auch als Instrument des Klimaschutzes sei das EEG überholt. Denn diese Aufgabe erfülle der Emissionshandel, der den Kohlendioxidausstoß nach marktwirtschaftlichen Regeln begrenzen soll. "Für uns gibt es nur eine sinnvolle Lösung: Das EEG komplett zu streichen", wird Panitz abschließend deutlich.

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