Beratungen im April

VEA fordert Verbesserungen beim neuen Energiewirtschaftsgesetz

Der Energie-Abnehmerverband VEA und seine Partnerverbände drängen auf eine Ergänzung der Koalitionsvorschläge zum neuen Energiewirtschaftsgesetz. Es soll inklusive Verordnungen am 13. April im Wirtschaftsausschuss, am 15. April im Plenum des Bundestages und voraussichtlich am 29. April im Bundesrat beraten werden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) hat gemeinsam mit anderen Verbänden erhebliche Erweiterungen und Ergänzungen zum Entwurf des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) gefordert. Das Gesetz sowie die Netzzugangs- und Netzentgeltverordnungen Strom und Gas werden am 13. April im Wirtschaftsausschuss, am 15. April im Plenum des Bundestages und voraussichtlich am 29. April im Bundesrat beraten.

"Insbesondere im Hinblick auf den Gasmarkt hat die Gesetzesnovelle noch große Lücken", erläuterte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. So sei es zum Beispiel unbedingt erforderlich, eine geringe Anzahl von eigentumsübergreifenden Regelzonen für das Gasnetz festzulegen und die Gasnetzbetreiber zur Zusammenarbeit zu verpflichten. "Nur wenn alternative Anbieter einen wirklich praktikablen Zugang zum Gasnetz erhalten und sich nicht einen Pfad durch Hunderte von regionalen Leitungsnetzen suchen müssen, kann echter Wettbewerb entstehen", erklärte Panitz.

Mehr Wettbewerb sei eine Grundforderung der Verbraucherverbände, auch für den so genannten Regelenergiemarkt im Strombereich, der derzeit von wenigen Großanbietern diktiert werde. Für die kommende Regulierungsbehörde erwartet sich Panitz "Auftrag und Freiraum für Entwicklungsarbeit und keine zu engen Vorgaben. Dies betrifft insbesondere die (Weiter-)Entwicklung von Vergleichsmarktkonzept, Anreizregulierungssystem und Qualitätsstandards."

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