Inakzeptabel

VEA fordert Sofortmaßnahmen zur Wettbewerbssicherung

Unverzügliche und wirksame Schritte zur Sicherung des Wettbewerbs auf den Energiemärkten fordert der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) von der Bundesregierung. Damit unterstützt der VEA ausdrücklich die Kritik der Monopolkommission in ihrem aktuellen Gutachten.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Unverzügliche und wirksame Schritte zur Sicherung des Wettbewerbs auf den Energiemärkten fordert der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) von der Bundesregierung. "Die aktuelle Situation auf dem Strom- und Fernwärmemarkt, insbesondere aber beim Erdgas ist völlig inakzeptabel", macht Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA, deutlich.

Der VEA unterstützt damit die Kritik der Monopolkommission in ihrem Gutachten von 30. November. Die Kommission monierte insbesondere den faktisch fehlenden Wettbewerb auf dem Gasmarkt und die überhöhten Nutzungsentgelte und forderte eine Nachbesserung der Energierechtsnovelle. Auch die weitere Verzögerung bei der Einsetzung eines Regulierers für den Strom- und Gasmarkt sei weder für die Monopolkommission noch für den VEA hinnehmbar. Die Regierung müsse jetzt Sofortmaßnahmen ergreifen und die Zeit bis zur wirksamen Tätigkeit eines Regulierers überbrücken, fordert Panitz. "Mit ihrer zögerlichen Haltung erstickt die Regierung die Hoffnung auf den Aufschwung im Keim."

"Wir wollen konstruktiv mit der Regierung zusammenarbeiten. Uns geht es wie der Regierung darum, den Verbrauchern zu marktgerechten Preisen zu verhelfen", signalisiert Panitz jedoch Verhandlungsbereitschaft an.

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