Votum

VEA fordert klare Regeln für Entflechtung

Der VEA begrüßt die von den europäischen Energieministern vorgelegten Grundzüge für den künftigen Energiebinnenmarkt, fordert aber klare Regeln für die Entflechtung von Übertragsnetz und Vertrieb in Energiekonzernen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) – "Die eigentumsrechtliche Entflechtung von Strom- und Gasversorgern ist der einzig richtige Weg", sagte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA). "Das Europäische Parlament hat in der ersten Lesung im Strombereich für das Ownership Unbundling votiert – die Abgeordneten müssen auch weiter hart bleiben. Und auch die Kommission hat sich dafür ausgesprochen."

Die anderen, abgeschwächten Varianten seien keine geeignete Lösung für mehr Wettbewerb auf den Energiemärkten. "Der so genannte 'Dritte Weg' ist keine glaubwürdige Alternative. In unseren Augen können nur die strikte eigentumsrechtliche Trennung oder sehr starke unabhängige Netzbetreiber eine effektive Entflechtung sichern", so der VEA-Vorstand.

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