Standpunkt

VEA fordert Abschaffung der KWK-Förderung

Heute findet in Berlin eine Anhörung zum Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung statt. Aus diesem Grund fordert der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) eine Abschaffung der Festpreisförderung. Alle Stromarten müssten sich ohne Privilegien im freien Wettbewerb auf dem Strommarkt behaupten.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) fordert anlässlich der heutigen Anhörung in Berlin zur Überprüfung des Gesetzes zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) eine grundlegende Änderung des Regelwerkes.

Das Gesetz sichere dem in KWK-Anlagen produzierten und in öffentliche Netze gespeisten Strom Festpreise zu, die deutlich über den marktüblichen Preisen lägen. "Das KWKG ist eine versteckte Subventionsmaschine. Genauso wie bei Wind- oder Solarstrom wird über die Festpreise in die Tasche der Stromverbraucher gegriffen. Die Strompreise sind aber so schon hoch genug. Wir fordern, dass alle Stromarten sich im freien Wettbewerb auf dem Markt behaupten müssen, ohne Privilegien für Ökostrom oder Kohlestrom", fasst Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA zusammen.

Ein weiteres Manko des KWKG sei die ausschließliche Förderung von Anlagen, die Strom in öffentliche Netze einspeisen. Industrielle KWK-Anlagen gingen leer aus. "Damit bestraft die Regierung Unternehmen, die schon vor der gesetzlichen Regelung umweltfreundliche und energieschonende Standards gesetzt haben. Die Förderung muss komplett vom Tisch. Dass man KWK-Strom auch ohne sie wirtschaftlich erzeugen kann, beweisen ja gerade die rein industriellen Anlagen", so Panitz weiter. Der Verband fordert daher, bei der Zwischenüberprüfung den gesamten Sinn und Zweck des Gesetzes zu hinterfragen.

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