Im Osten teurer

VEA: Fernwärmepreise weiter auf hohem Niveau

Eine aktuelle Studie des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer zeigt, dass in den alten Bundesländern die Fernwärmepreise durchschnittlich um 1,6 Prozent gesunken sind, während das Preisniveau im Osten in den letzten zwölf Monaten nahezu unverändert geblieben ist. Dadurch hat sich die Preisschere zwischen Ost und West weiter geöffnet.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Auch in der nächsten Heizperiode sehen sich die Kunden mit hohen Fernwärmepreisen konfrontiert. Dies zeigt die aktuelle Studie des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) über die Fernwärmepreisentwicklung 2002 in Deutschland. Wie in den Vorjahren wurden für über 100 verschiedene Fernwärmeversorgungsgebiete die wirtschaftlichen Bezugskonditionen für größere gewerbliche bzw. industrielle Kunden untersucht. "Trotz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkener Brennstoffkosten für Kohle, Öl und Gas bleiben die Fernwärmepreise weiterhin auf einem hohen Niveau", erklärte Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA.

Die aktuelle VEA-Studie zeigt, dass in den alten Bundesländern die Fernwärmepreise durchschnittlich um 1,6 Prozent gesunken sind, während das Preisniveau im Osten in den letzten zwölf Monaten nahezu unverändert geblieben ist. Dadurch hat sich die Preisschere zwischen Ost und West weiter geöffnet. So beträgt der durchschnittliche Fernwärmepreis in den vom VEA untersuchten Abnahmefällen im Westen 45,52 Euro pro Mehrwertsteuer, während die Kunden im Osten 53,30 Euro pro Mehrwertsteuer zu entrichten haben. Der Preisunterschied beträgt nunmehr 17 Prozent.

Aber auch erhebliche regionale Preisunterschiede deckt der Fernwärmepreisvergleich auf. In der Region Heilbronn zum Beispiel beträgt der Preisunterschied zwischen dem günstigsten Anbieter (EnBW mit ihrem Heizkraftwerk Heilbronn) und dem teuersten Anbieter (Stadtwerke Heilbronn) über 50 Prozent. Bei derart gravierenden Differenzen empfiehlt der VEA allen Fernwärmekunden, in regelmäßigen Abständen die Wirtschaftlichkeit einer dezentralen Wärmeversorgung auf Gas- oder Ölbasis zu überprüfen.

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