Abschaffen!

VEA: EEG schadet Klimaschutz

Weil Sinn und Zweck des Erneuerbare-Energien-Gesetzes laut einer Untersuchung des Beirats des Wirtschaftsministeriums ohnehin verfehlt werden, fordert der VEA einen Subeventionsstopp für erneuerbare Energien. Die Mehrbelastung deutscher Stromkunden sei nicht zu verantworten.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) fordert die Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Grund: Sinn und Zweck des Gesetzes sei es laut VEA gewesen, durch die Subventionierung erneuerbarer Energien zum Erreichen der Klimaschutzziele beizutragen. Diesen Zweck könne das EEG jetzt aber nicht mehr erfüllen.

"Mit dem Emissionsrechtehandel haben wir ein vollkommen neues Szenario. Die Betreiber von Anlagen regenerativer Energie können Rechte zum Kohlendioxid-Ausstoß, die sie nicht brauchen, weiter verkaufen. Der Schadstoffausstoß wird verlagert, aber nicht verringert. Was übrigbleibt ist eine nicht zu verantwortende finanzielle Mehrbelastung deutscher Stromkunden", erläutert Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA.

Im EEG sind Festpreise für Ökostrom festgelegt, die laut VEA den Strom in Deutschland insgesamt derzeit um mehr als einen halben Cent pro Kilowattstunde verteuern. "Das ist ein Standortnachteil für die deutsche Wirtschaft, den wir alle bitter bezahlen müssen. Die Industrie wird in Länder abwandern, die günstigere Rahmenbedingungen bieten", befürchtet Panitz.

"Klimaschutz ist wichtig und geht uns alle an. Aber es bringt doch nichts, an einer Regelung festzuhalten, die nicht nur ihren Sinn verloren hat, sondern sogar kontraproduktiv ist. Mit der Abschaffung des EEG ist allen gedient: Der Umwelt, der Wirtschaft und dem Verbraucher", sagte Panitz abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsleitungen

    Koalition: Netzentgelte werden stufenweise angepasst

    Die Netzentgelte zahlen Stromkunden über ihre Energierechnung. Die Beträge sind höchst unterschiedlich und vor allem im Osten Deutschlands vergleichsweise hoch. Die Koalition hat sich darauf geeinigt, die Abgaben schrittweise anzupassen.

  • Erneuerbare Energie

    Branche: Energiewende-Kosten müssen umverteilt werden

    Die Energiewende wird vor allem über die Stromrechnung von Verbrauchern finanziert. Die Energiebranche fordert eine Umverteilung: Der Stromkunde ist an seiner Belastungsgrenze angekommen, so Eon-Chef Johannes Teyssen.

  • Stromtarife

    Industriestrompreise seit 2000 um bis zu 27 Prozent gestiegen

    Einer Strompreisuntersuchung des Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) zufolge, müssen Industriekunden mit einem hohen Stromverbrauch in diesem Jahr fast 30 Prozent mehr für ihren Stromverbrauch zahlen als noch vor vier Jahren.

  • Strompreise

    Derzeit in Berlin: Umweltausschuss verhandelt EEG

    Vertreter von Behörden, Organisationen und Verbänden sowie Einzelsachverständige sprechen im Umweltausschuss des Bundestags derzeit über die Neuregelung des Erneuerbare Energien Gesetzes. Während Bündnis 90/Die Grünen mit dem Gesetzesentwurf ganz zufrieden sind, gibt es Kritik von Industrie und CDU/CSU.

  • Energieversorung

    Seit 1999: Produktion von Ökostrom verdoppelt

    Seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 1999 hat sich die Erzeugung von Ökostrom verdoppelt. Im vergangenen Jahr wurden 45 Milliarden Kilowattstunden erzeugt. Dabei wirkten sich die Förderprogramm am stärksten auf die Erzeugung von Strom aus Windenergie aus.

Top