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VDN veröffentlicht Strukturmerkmale für Netzentgeltvergleiche

Die Expertengruppe Strukturmerkmale beim VDN hat einen Fachaufsatz "Modellnetzverfahren zur Bestimmung kostentreibender Strukturmerkmale" auf Basis ihrer 2003 durchgeführten Untersuchungen erarbeitet. Dieser wurde jetzt veröffentlicht und die Ergebnisse u.a. der REGTP präsentiert.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Expertengruppe "Strukturmerkmale" beim Verband der Netzbetreiber (VDN) hat in detaillierten Studien die wichtigsten kostentreibenden Strukturmerkmale für Netzentgeltvergleiche ermittelt und jetzt veröffentlicht.

Ziel der Untersuchungen war, damals noch in Vorbereitung der Weiterentwicklung der Verbändevereinbarung, jetzt zur eventuellen Verwendung im künftigen regulierten Netzzugangssystem bzw. in der kommenden Netzentgeltverordnung, die bestmögliche Identifizierung von kostentreibenden Strukturmerkmalen. Dies soll eine Grundlage für möglichst faire Netzentgeltvergleiche sein. Es wurde ein Modellnetzverfahren entwickelt, mit dem es für ein ideales homogenes Gebiet möglich ist, den zur Erfüllung der Versorgungsaufgabe erforderlichen Anlagenbestand (technische Mengen) und die zugehörigen Netzkostenverhältnisse für Vergleichsbetrachtungen zu ermitteln. Die modellierten Anlagenbestände und damit die Kosten einer Netzebene sind systematisch immer deutlich günstiger als in der Realität (Nichtbeachtung der Historie, Strategiewechsel, stranded investments etc., Modell "auf grüner Wiese"). Durch den Vergleich mit realen Netzausschnitten hat sich aber gezeigt, dass Trends hinreichend genau abgebildet werden, die eine Bestimmung kostentreibender Strukturmerkmale zulassen.

Die Herangehensweise und die Ergebnisse - d.h. gegenüber der VV II + potenziell verbesserte Definitionen der Strukturmerkmale - wurden jetzt im Internet veröffentlicht.

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