Statistik

VDN: Preise für Nutzung der Stromnetze gesunken

Den Rückgang des Preisniveaus für die Nutzung der Verteilungsnetze, der nach ersten Analysen und unter Berücksichtigung gestiegener Übertragungsnetzkosten über fünf Prozent beträgt, führt der VDN vor allem auf die zunehmend einheitliche Anwendung des neuen Leitfadens für die Preiskalkulation zurück.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die Netznutzungsentgelte sind im bundesweiten Durchschnitt gesunken, gleichzeitig ging ihre Bandbreite zurück. Das meldet der Verband der Netzbetreiber - VDN - beim VDEW nach ersten Erhebungen.

Die sinkenden Entgelte für die Nutzung der Stromnetze zeigten, dass die Verbändevereinbarung über den Zugang zu den Stromnetzen funktioniere, ist sich der VDN sicher. "Nun kommt es darauf an, diese Vereinbarung einschließlich des Kalkulationsleitfadens im Rahmen der Energierechts-Novelle rechtlich zu verankern, damit endlich eine verlässliche Grundlage für die Stromwirtschaft und ihre Kunden geschaffen wird", betont dazu auch der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) in Berlin.

Der VDN aktualisiert derzeit die bundesweite Übersicht der Netznutzungsentgelte für das Internet. Sie soll Anfang April veröffentlicht werden. "Erste Auswertungen zeigen bereits, dass die Unterschiede zwischen den Entgelten der einzelnen Betreiber der Stromnetze um bis zu 35 Prozent geringer wurden", erklärt VDN-Geschäftsführer Konstantin Staschus. Den Rückgang des Preisniveaus für die Nutzung der Verteilungsnetze, der nach ersten Analysen und unter Berücksichtigung gestiegener Übertragungsnetzkosten über fünf Prozent beträgt, führt der VDN vor allem auf die zunehmend einheitliche Anwendung des neuen Leitfadens für die Preiskalkulation zurück. "Preisunterschiede bei der Netznutzung beruhen damit nicht mehr auf unterschiedlichen Kalkulationsansätzen, sondern spiegeln allein die unterschiedlichen Kosten der einzelnen Netzbetreiber", betont Staschus.

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