Verbesserungswürdig

VDEW zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes: Ökostrom effizienter fördern

"Bei der bevorstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) müssen Effizienz und Wettbewerbsorientierung oberste Ziele sein. Das Verhältnis von Fördermitteln und erzeugtem Ökostrom muss deutlich verbessert werden", erklärte Werner Brinker, Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW).

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Insbesondere bei der geplanten Förderung für Offshore-Windanlagen gelte es, von Anfang an Effizienzkriterien anzulegen: Eine Ausschreibung der Offshore-Windanlagen würde gewährleisten, dass die kostengünstigsten Anbieter zum Zuge kommen, so der VDEW-Vorschlag. Beim Betrieb dieser Anlagen fehle bisher die Erfahrung, um Vergütungssätze sinnvoll festzulegen.

Das reine Vorrangprinzip für Strom aus erneuerbaren Energien muss um ein energiewirtschaftlich sinnvolles Erzeugungsmanagement ergänzt werden, forderte Brinker. Nur so könne vermieden werden, dass energieeffiziente und umweltschonend arbeitende Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zurückgefahren werden müssen, um den eingespeisten Ökostrom in die Netze aufnehmen zu können.

Korrekturbedürftig sei zudem die am 22. Juli 2003 in Kraft getretene gesetzliche Härtefallregelung für stromintensive Betriebe. Mit dieser Gesetzesnovelle werde eine maßgebliche Entlastung der betroffenen Wirtschaftszweige - bei erheblichem administrativen Aufwand - nicht erreicht.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostrom

    Teurer EEG-Umlage stehen hohe Einsparungen gegenüber

    Die EEG-Umlage steigt schon wieder und das dürfte einige Bundesbürger skeptisch machen. Einer Studie zufolge stehen aber den hohen Förderkosten für den Ausbau der Erneuerbaren auch hohe Einsparungen beim Energieimport gegenüber.

  • Solaranlage

    Eigene Photovoltaikanlage: Netzbetreiber wollen Beihilfen zurück

    Rund 4.500 Ökostrom-Erzeuger sollen ihre Photovoltaikanlage im vergangenen Jahr zu spät bei ihrem Stromnetzbetreiber angemeldet haben. Deshalb sollen sie seitens des Netzbetreibers geleistete Beihilfen zurückzahlen. Entscheiden werden die Gerichte.

  • Energieversorung

    UBA-Studie: Strombedarf in Deutschland kann reduziert werden

    Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts hat ergeben, dass der Strombedarf in Deutschland bis zum Jahr 2020 um zwölf Prozent reduziert werden kann. Das ist technisch möglich und wirtschaftlich machbar. Voraussetzung dafür sind neben dem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien drastische Energiesparmaßnahmen und die Steigerung der Energieeffizienz.

  • Hochspannungsmasten

    Höhere Auflagen bedrohen Wasserkraft in Bayern

    Die Stromerzeugung aus Wasserkraft in Bayern droht ins wirtschaftliche Abseits zu geraten, befürchtet der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW). Dies liege zum einen am starken Preisverfall durch die Liberalisierung und zum anderen an den behördlichen Auflagen, die Stromerzeugung aus Wasserkraft einschränken.

  • Stromtarife

    BGH verpflichtet EVUs weiter zur Abnahme von Ökostrom

    Der Bundesgerichtshof hat heute in drei Urteilen die gesetzliche Abnahme– und Vergütungspflicht nach dem StrEG 1998 und dem EEG als verfassungsgemäß angesehen, weil die damit verbundenen Belastungen für die Berufsausübungsfreiheit der Elektrizitätsversorger zumutbar seien. Die Schleswag hatte die Abnahme von Windkraftstrom mit Blick auf das Grundgesetz verweigert.

Top