Standpunkt

VDEW zur Förderung von Ökostrom: Wasserkraft braucht Chancengleichheit

Der Verband der Elektrizitätswirtschaft hat die übermäßige Belastung von Betreibern von Wasserkraftanlagen kritisiert. Um die Wasserkraft längerfristig zu erhalten, müsste die Politik die Belastungen wie Schleusenbetrieb oder Gewässerreinigung abbauen oder für einen Kostenausgleich sorgen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - "Die Belastung der Betreiber von Wasserkraftanlagen mit öffentlichen Aufgaben und überzogenen Umweltauflagen beeinträchtigt die Wirtschaftlichkeit der Anlagen", erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), zu Beginn dieser Woche in Berlin.

Die Betreiber von Wasserkraftanlagen seien zu allgemeinen Staatsaufgaben wie Schleusenbetrieb, Gewässerreinigung oder verstärktem Hochwasserschutz verpflichtet. "Um die klimaschonende Wasserkraft langfristig zu erhalten, muss die Politik ungerechtfertigte Sonderbelastungen abbauen oder für einen angemessenen Kostenausgleich sorgen", forderte Meller.

Meller kritisierte zudem die Pläne der Umweltministerien der Länder, weitere Belastungen durch eine übertrieben strenge Auslegung europäischer Umweltvorgaben einzuführen. Diese brächten vergleichsweise geringe Verbesserungen für die Umwelt, gefährdeten aber die Wettbewerbsfähigkeit der Anlagen.

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