Standpunkt

VDEW zur EU-Energiepolitik: Erfolge im Stromwettbewerb sichern

Der Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft, Werner Brinker, bezeichnete die geplante vollständige Öffnung aller Strommärkte in der EU bis Mitte 2007 als einen "überfälligen Schritt für mehr Chancengleichheit". Gleichzeitig forderte er eine rechtliche Verankerung der für ihn erfolgreichen Selbstregulierung.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

"Die geplante vollständige Öffnung aller Strommärkte in der EU bis Mitte 2007 ist ein überfälliger Schritt für mehr Chancengleichheit." Das erklärte Werner Brinker, Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

Für Deutschland bedeute diese Beschleunigung allerdings, dass sich die etwa 900 Stromunternehmen nochmals gut vier Jahre lang gegen deutliche Wettbewerbsverzerrungen in Europa behaupten müssten. "In der Bundesrepublik wurde der Strommarkt bereits 1998 voll geöffnet", betonte Brinker. Grundlage für den intensiven Wettbewerb im deutschen Strommarkt ist laut Brinker die Verbändevereinbarung Strom (VV). Er forderte, dass dieser Weg durch die rechtliche Verankerung des Systems konsequent fortgesetzt werden müsse, um die deutschen Erfolge im Wettbewerb zu sichern.

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