Für Selbstverpflichtung

VDEW spricht sich gegen Emissionshandel in Europa aus

Der Verband der Elektrizitätswirtschaft sieht die Wirksamkeit der Selbstverpflichtungserklärung der deutschen Wirtschaft zur Klimavorsorge durch den Handel mit Emissionsrechten gefährdet.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

"Die Wirksamkeit der seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzten Selbstverpflichtungserklärung der deutschen Wirtschaft zur Klimavorsorge könnte durch einen Handel mit Emissionsrechten erheblich behindert werden", das erklärt der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) zum Vorschlag der Europäischen Kommission, den Handel mit Emissionszertifikaten ab 2005 in Europa verbindlich einzuführen.

Deutschland habe sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet, etwa drei viertel der europäischen Kohlendioxid-Minderung zu leisten. "Die deutsche Wirtschaft setzt dabei auf das Instrument der Selbstverpflichtung", betonte Eckhard Schulz, stellvertretender VDEW-Hauptgeschäftsführer. Im Rahmen dieser Vereinbarung mit der Bundesregierung hätten die Stromversorger bereits von 1990 bis 2000 ihre jährlichen Emissionen um fast 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid reduziert. "Die Selbstverpflichtung zeigt in Deutschland bereits beachtliche Erfolge, dies sollte die europäische Politik nicht ignorieren", fordert Schulz. Die europäische Kommission hat kürzlich ein Paket von Initiativen zur Bekämpfung der Klimaänderung verabschiedet. Ziel ist dabei die Reduzierung der Emissionen zwischen 1990 und 2012 um acht Prozent. Als Maßnahmen akzeptiert die EU nach VDEW-Angaben dazu auch die klimaschonende Stromerzeugung der Kraft-Wärme-Kopplung und eine höhere Effizienz der Elektrogeräte. "Eine Doppelbelastung durch das zusätzliche Instrument des Emissionshandels kann die Stromwirtschaft nicht tragen", erklärt Schulz.

Das könnte Sie auch interessieren
Top