VDEW-Präsident Klinger: "Zahl der Kooperationen wird wachsen"

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
"In keinem anderen Land der Europäischen Union hat sich der Strom-Wettbewerb so schnell und kraftvoll entfaltet wie in Deutschland. Die deutschen Stromversorger können die Chancen des Strommarktes nutzen und seine Risiken vermindern, indem sie ihre Konkurrenzfähigkeit steigern, auf Kundenbindung und Markenbildung setzen sowie ihr Unternehmen auf neue Produkte und Märkte ausrichten." Das erklärte Dr. Heinz Klinger, Präsident der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW), Frankfurt am Main, auf der 7. Handelsblatt-Jahrestagung "Energiewirtschaft 2000" in Berlin.


Immer mehr Stromversorger versuchten, diese strategischen Ziele und damit ihre Handlungsmöglichkeiten im Wettbewerb durch Kooperationen zu erreichen. Das reiche von losen Formen der Zusammenarbeit über gemeinsame Gesellschaften, Beteiligungen und strategische Allianzen bis zu Fusionen. So haben sich laut VDEW in der deutschen Stromwirtschaft in den vergangenen anderthalb Jahren rund 100 Kooperationen mit mehr als 500 beteiligten Unternehmen entwickelt.


Der Erfolg einer Kooperation hänge dabei - das zeigten die bisherigen Erfahrungen - entscheidend von der Einstellung der Beteiligten zur Zusammenarbeit, handwerklichen Fertigkeiten bei der Umsetzung sowie einer förderlichen Unternehmenskultur ab.


Angesichts des nach wie vor starken Wettbewerbsdrucks im deutschen Strommarkt werde sich dieser Prozess auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Klinger: "In der deutschen Stromwirtschaft wird die Zahl der Kooperationen weiter wachsen. Zugleich werden die Modelle der Zusammenarbeit vielfältiger". Solche Entwicklungen würden sich allerdings nicht allein auf den Strommarkt beschränken, sondern den gesamten deutschen Energiemarkt und darüber hinaus den Markt für Infrastruktur-Dienstleistungen erfassen.

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