Energiemix der Zukunft

VDEW plädiert für Energievielfalt

Erneut hat der Energiebranchenverband VDEW einen vielfältigen Energieträger-Mix gefordert. Nur so könne die Versorgungssicherheit gewährleistet werden, da jeder Energieträger Chancen und Risiken berge, sagte VDEW-Chef Meller heute in Berlin. Die Branche brauche verlässliche Rahmenbedingungen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - "Für den Energiemix der Zukunft gibt es weder Ideallösungen noch Wundertechniken. Die ausgewogene Mischung unterschiedlicher Energien muss Basis der Stromversorgung bleiben", erklärte heute Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW).

Die Branche brauche klare und verlässliche Rahmenbedingungen für die anstehenden Investitionen von 40 000 bis 50 000 Megawatt Kraftwerksleistung bis 2020. "Den rrneuerbaren Energien kommt dabei als Wunschenergie der Bürger eine wachsende Bedeutung zu, aber auch diese müssen mittelfristig den Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit genügen", sprach sich Meller gegen eine unökonomische Förderung der regenerativen Energien aus.

Gleichzeitig sei Vielfalt für die Versorgungssicherheit unerlässlich. Jeder Energieträger berge Chancen und Risiken. So bedeute der Einsatz von Gas zwar einen geringeren Kohlendioxid-Ausstoß, dafür aber ein höheres Preis- und Versorgungsrisiko. Diese Risiken wären wiederum bei Kohle geringer aber der Kohlendioxid-Ausstoß sei höher, sagte er.

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