EEG-Novelle

VDEW fordert wirtschaftlichere Gestaltung der Ökostrom-Förderung

Vor einer "Dauerbelastung der Stromkunden" warnte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) heute in Berlin bei der Vorstellung der Stellungnahme zur EEG-Novelle. Eine effiziente Förderung von Ökostrom sollte das oberste Ziel der EEG-Novelle sein und auch der Stromtransport dürfe nicht übersehen werden.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

"Die effiziente Förderung von Ökostrom sollte das oberste Ziel bei der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sein. Dieses Ziel wird in dem Entwurf des Bundesumweltministerium zur EEG-Novelle verfehlt", erklärt Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) heute in Berlin.

Die Erneuerbaren Energien sollten möglichst schnell wirtschaftlich nutzbar werden und dann ohne spezielle Förderung in den Energiemix der Stromerzeugung einfließen. "Aus der Förderung von Ökostrom nach dem EEG darf keine Dauerbelastung der Stromkunden werden", warnt Meller. Außerdem dürfe bei der Erschließung regenerativer Energien der Stromtransport nicht übersehen werden. Der bisherige Entwurf zur Novellierung des EEG lasse den Ausbau der Stromnetze bisher völlig außer Acht. "Ohne ausreichende Kapazitäten beim Stromtransport," so Meller, "kann der erzeugte Ökostrom nicht dorthin gelangen, wo er gebraucht wird." Nur wenn die Genehmigungszeiten für den Ausbau der Stromnetze von derzeit bis zu zwölf Jahren auf vier Jahre verkürzt werden, könne der Windenergieausbau wie geplant erfolgen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ökostrom

    Studie: Bis 2030 ist in allen G20-Ländern Ökostrom am günstigsten

    Einer Studie zufolge kommt der günstigste Strom 2030 in sämtlichen G20-Ländern aus Windparks oder Solaranlagen. Bereit 2015 war demnach die Windenergie die günstigste Energiequelle in vielen Ländern Europas, in Südamerika, China und Australien.

  • Hochspannungsleitungen

    Koalition: Netzentgelte werden stufenweise angepasst

    Die Netzentgelte zahlen Stromkunden über ihre Energierechnung. Die Beträge sind höchst unterschiedlich und vor allem im Osten Deutschlands vergleichsweise hoch. Die Koalition hat sich darauf geeinigt, die Abgaben schrittweise anzupassen.

  • Energieversorung

    Clement erläutert seine Energiepolitik

    Rede des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, zur Eröffnung der Energiekonferenz von Bündnis 90/Die Grünen am 27. September 2003 in Berlin.

  • Hochspannungsmasten

    Hintergrundinformationen zum VDE: Ist die Stromversorgung in Deutschland gesichert?

    Wie sicher ist die Stromversorgung in Deutschland? Diese Frage wird nach dem Zusammenbruch des Stromnetzes in Nordamerika sowie dem jüngsten Stromausfall in Italien immer häufiger gestellt. Sie wird allerdings nicht immer so differenziert beantwortet, wie es aus Sicht des Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) nötig wäre.

  • Stromnetz Ausbau

    Gutachten zur Rolle großer Wasserkraftwerke veröffentlicht

    Eine im Auftrag des Bundesumweltministeriums von der Stuttgarter Unternehmensberatung Fichtner erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass durch Ausbau und Modernisierung alter Wasserkraftwerke in den nächsten zehn Jahren ein zusätzliches Stromerzeugungspotenzial von knapp einer Terawattstunde pro Jahr erschlossen werden könnte.

Top