EEG-Novelle

VDEW fordert wirtschaftlichere Gestaltung der Ökostrom-Förderung

Vor einer "Dauerbelastung der Stromkunden" warnte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) heute in Berlin bei der Vorstellung der Stellungnahme zur EEG-Novelle. Eine effiziente Förderung von Ökostrom sollte das oberste Ziel der EEG-Novelle sein und auch der Stromtransport dürfe nicht übersehen werden.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

"Die effiziente Förderung von Ökostrom sollte das oberste Ziel bei der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sein. Dieses Ziel wird in dem Entwurf des Bundesumweltministerium zur EEG-Novelle verfehlt", erklärt Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) heute in Berlin.

Die Erneuerbaren Energien sollten möglichst schnell wirtschaftlich nutzbar werden und dann ohne spezielle Förderung in den Energiemix der Stromerzeugung einfließen. "Aus der Förderung von Ökostrom nach dem EEG darf keine Dauerbelastung der Stromkunden werden", warnt Meller. Außerdem dürfe bei der Erschließung regenerativer Energien der Stromtransport nicht übersehen werden. Der bisherige Entwurf zur Novellierung des EEG lasse den Ausbau der Stromnetze bisher völlig außer Acht. "Ohne ausreichende Kapazitäten beim Stromtransport," so Meller, "kann der erzeugte Ökostrom nicht dorthin gelangen, wo er gebraucht wird." Nur wenn die Genehmigungszeiten für den Ausbau der Stromnetze von derzeit bis zu zwölf Jahren auf vier Jahre verkürzt werden, könne der Windenergieausbau wie geplant erfolgen.

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