Bechleunigung

VDEW fordert: Alle EU-Strommärkte voll öffnen

Die Europäische Union ist nach Einschätzung des VDEW noch weit von einem funktionierenden Strombinnenmarkt entfernt. Fast 80 Millionen Stromkunden sind nach VDEW-Angaben in der EU vom Wettbewerb ausgeschlossen. Nur in Deutschland, Finnland, Großbritannien, Österreich und Schweden können derzeit alle Stromverbraucher ihren Lieferanten frei wählen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Nur fünf der 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben ihre Strommärkte bisher vollständig geöffnet. Die EU ist damit noch weit entfernt von einem funktionierenden Strombinnenmarkt. Das erklärt der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

Fast 80 Millionen Stromkunden sind nach VDEW-Angaben in der EU vom Wettbewerb ausgeschlossen. Nur in Deutschland, Finnland, Großbritannien, Österreich und Schweden könnten derzeit alle Stromverbraucher ihren Lieferanten frei wählen. Einige Mitgliedstaaten sind bisher nicht bereit, über die Mindestvorgaben der EU von etwa 30 Prozent Marktöffnung hinaus zu gehen. "Nur wenn der Energieministerrat Ende November 2002 eine Beschleunigung des Wettbewerbs beschließt, die den Haushaltskundenbereich einbezieht, bestehen Aussichten, das Europa der zwei Geschwindigkeiten zu beenden", betont Eberhard Meller, VDEW-Hauptgeschäftsführer.

Vorreiter der Strommarktliberalisierung sind Deutschland, Finnland, Schweden, Großbritannien und Österreich, die den Markt zu 100 Prozent geöffnet haben. In Dänemark ist der Markt zu 90 Prozent geöffnet, in Luxemburg zu 45, in Spanien zu 42 und in Italien zu 41 Prozent. Belgien und die Niederland haben mit 33 Prozent Marktöffnung immer noch mehr als die Schlusslichter Irland, Frankreich, Portugal und Griechenland mit je 30 Prozent.

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