Terminhinweis

VDEW beschäftigt sich mit Regulierung von Netznutzungsentgelten

Der VDEW/VDN-Infotag "Regulierung von Netznutzungsentgelten" am 20. September in Nürnberg soll dazu dienen, die wesentlichen Teile der neuen betriebswirtschaftlichen Grundlagen für die Ermittlung der Netzentgelte vorzustellen und sie mit den verantwortlichen Vertretern der künftigen Bundesnetzagentur zu diskutieren.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Nach dem das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) bereits am 13. Juli in Kraft getreten ist, sind nunmehr die beiden Verordnungen betreffend den Netzzugang-Strom (StromNZVO) sowie zu den Stromnetzentgelten (StromNEVO) am 29. Juli in Kraft getreten. Mit dem Gesetz und den Verordnungen ergeben sich einige erhebliche Veränderungen bei der Kalkulation der Netznutzungsentgelte, die bei einem VDEW-Infotag im September in Nürnberg thematisiert werden sollen.

Nach dem Willen des Gesetzgebers werden die Entgelte für den Netzzugang kostenorientiert gebildet. Dazu gehören ein effizienter Netzbetreiber als Vergleichsmaßstab, Nettosubstanzerhaltung sowie die Einführung der Realkapitalerhaltung für Neuanlagen, ein angemessene, wettbewerbsfähige und risikoadjustierte Verzinsung des eingesetzten Kapitals und Anreize für eine kosteneffizierte Leistungserbringung.

Die Methode für die Anreizregulierung wird im Rahmen einer Rechtsverordnung durch die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates erarbeitet. Hierfür hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) unter Beteiligung des Wirtschaftszweiges bis zum 1.7.2006 einen Bericht zu erstellen. Nach Vorlage des Berichts hat die Bundesregierung unverzüglich den Entwurf einer solchen Verordnung vorzulegen.

Die Veranstaltung dient einerseits dazu, die wesentlichen Teileder neuen betriebswirtschaftlichen Grundlagen für die Ermittlung der Netzentgelte vorzustellen und sie mit den verantwortlichen Vertretern der BNetzA zu diskutieren. Andererseits soll der mit der Regulierungsbehörde begonnene Austausch zur Entwicklung der Anreizregulierung fortgesetzt werden. Es soll deutlich werden, welche Anforderungen auf die Netzbetrieber zukommen und wie sie diesen gerecht werden können. Dabei stehen die praxisorientierten Fragen zum "Alltag in der Regulierung" im Vordergrund.

Weiterführende Links
  • Für weitere Informationen und Anmeldung - hier klicken -
Das könnte Sie auch interessieren
  • Netzausbau

    Forscher: Netzkosten in Deutschland gerechter verteilen

    Die Netzkosten in Deutschland sollten gerechter verteilt werden, fordern die Forscher von Agora Energiewende. Konkret heißt das, die kosten sollten bundesweit einheitlich sein. Derzeit werden sie regional unterschiedlich berechnet.

  • Gaspreiserhöhung

    Billiges Gas: Einige Bundesländer zahlen trotzdem drauf

    Gas ist sehr viel günstiger als noch vor zwei Jahren. Dennoch liegen in einem Bundesland die Gaspreise sogar über dem bundesweiten Durchschnittspreis von 2014. Was sind die Hintergründe?

  • Strom sparen

    VEA: Netznutzungsentgelte steigen weiter

    In einer aktuellen Untersuchung hat der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) eine erneute Steigerung der Netznutzungsentgelte festgestellt. Seine Bilanz: Ohne wirksame Aufsicht steigen die Transportkosten für Strom unaufhörlich. Daher sei es überfällig, dass die Bundesnetzagentur endlich ihre Arbeit aufnimmt.

  • Strom sparen

    Bundesnetzagentur beginnt mit Datenerhebung

    Im Rahmen des neuen EnWG sind die deutschen Stromversorger verpflichtet, dem Regulierer - der Bundesnetzagentur - verschiedene Unternehmensdaten zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund werden ab sofort Angaben zu u.a. netzspezifischen Zusammenhängen und zur Erlössituation elektronisch erfasst.

  • Hochspannungsmasten

    NRW richtet Landesbehörde zur Regulierung ein

    Auch Nordrhein-Westfalen hat innerhalb seines Wirtschaftsministeriums eine Landesregulierungsbehörde zur Überwachung von 230 Strom- und Gasnetzunternehmen eingerichtet. Sie will u.a. die Angemessenheit der Netznutzungsentgelte individuell prüfen.

Top