Forderung an die Politik

VBEW: Wasserrahmenrichtlinie der EU gefährdet Wasserkraftwerke

Der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) setzt sich für den Erhalt und Ausbau von Wasserkraftwerken ein. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie ziele vor allem auf den natürlichen Gewässerzustand und übersehe damit die Klimaschutzaspekte der Wasserkraft.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - 4.248 Wasserkraftwerke in Bayern werden nach Verbandsangaben 2005 rund 20 Prozent des bayerischen Strombedarfs erzeugen. Das erspart der Umwelt jährlich rund 12 Millionen Tonnen Kohlendioxid. "Sie sind eine verlässliche Säule der dezentralen Stromversorgung", so VBEW-Geschäftsführer Dr. Christoph Präel. "Und sie tragen entscheidend dazu bei, die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen sowie die Abhängigkeit von importierten Energien zu verringern."

Durch die Wasserrahmenrichtlinie der EU sei die umweltfreundliche Wasserkraft gefährdet, da ihre Vorgaben vorwiegend auf den natürlichen Zustand von Gewässern gerichtet seien. Die wirtschaftliche Nutzung sei nur in Ausnahmen vorgesehen. Das widerspräche übergeordneten Umweltzielen wie der Reduzierung von Kohlendioxid durch den Einsatz regenerativer Energien. Der Verband fordert die Politik daher auf, "diesen energiepolitisch bedeutenden Aspekten durch eine maßvolle Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie Rechnung zu tragen".

Außerdem setzt sich der VBEW dafür ein, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz nachgebessert werde. Dazu gehöre insbesondere die Beseitigung der, nach Verbandsauffassung, Ungleichbehandlung der großen Wasserkraftanlagen, die den größten Erzeugungsanteil beitragen und damit für die übergeordneten Umweltziele eine besondere Bedeutung haben. Dazu gehöre weiter, dass sich die Förderung am tatsächlich gegebenen volkswirtschaftlichen Nutzen orientiere.

Der Einsatz der Wasserkraft wird für die Netzstabilität immer wichtiger. Wasserkraftwerke können in sekundenschnelle die unregelmäßige Stromerzeugung aus Windkraft ausgleichen.

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