Reduzierung von Auflagen

VBEW sieht Wasserkraft bedroht

Um den Erhalt der Wasserkraft zu sichern, fordert der Verband eine Reduzierung von Auflagen und Sonderlasten, die Verlängerung der Bewilligungsfristen für den Betrieb der Wasserkraftwerke und die Abschaffung der Wassernutzungsgebühren. Immerhin weise Wasserkraft erhebliche energiepolitische Vorteile auf.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Trotz 25-prozentigen Rückgangs in 2003 ist die Wasserkraft mit 16 Prozent Anteil an der Deckung des Stromverbrauchs der bedeutendste erneuerbare Energieträger in Bayern. Umso unverständlicher ist es für den Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW), dass das Überleben der Wasserkraft von Politik und Behörden aufs Spiel gesetzt wird.

Den anderen erneuerbaren Energien gegenüber weise die Wasserkraft erhebliche energiewirtschaftliche Vorteile auf, argumentieren die Stromversorger. Dennoch sei der Erhalt der Wasserkraft in Bayern gefährdet. Ausgelöst durch den starken Verfall der Großhandelspreise im Zuge der Liberalisierung könne sich die Wasserkraft nur schwer am Markt behaupten, erläutert der VBEW. Verschärft werde diese Situation durch politische Auflagen und Sonderlasten, die - wie beispielsweise der Gewässerunterhalt - eigentlich originäre Aufgaben der öffentlichen Hand darstellten.

Auch der Entwurf für das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bietet laut VBEW keine befriedigende Lösung zur Sicherung der bayerischen Wasserkrafterzeugung. Um den Erhalt der Wasserkraft zu sichern, fordert der Verband eine Reduzierung von Auflagen und Sonderlasten, die Verlängerung der Bewilligungsfristen für den Betrieb der Wasserkraftwerke und die Abschaffung der Wassernutzungsgebühren.

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